„Wenn schwanger, dann ZERO: FASD“
Am Donnerstag, den 26. Februar 2026, besuchten mehrere Klassen der Anna-Freud-Schule BBS SGH die Wanderausstellung „Wenn schwanger, dann Zero: FASD“ im Heinrich-Pesch-Haus Ludwigshafen. An diesem besonderen außerschulischen Lernort nahmen die Klassen BF2B, BF1E, HEP24 sowie der Leistungskurs Gesundheit der Jahrgangsstufe 12 des beruflichen Gymnasiums teil.
Über den gesamten Tag hinweg hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, die Ausstellung intensiv zu erkunden. Diese war in mehrere interaktive Stationen gegliedert, die das Thema Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD) aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten.
Eine besonders eindrucksvolle Station stellte eine begehbare Gebärmutter dar. In dieser Installation wurde die Entwicklung eines ungeborenen Kindes über die zehn Monate der Schwangerschaft anschaulich und grafisch visualisiert. Die Lernenden konnten nachvollziehen, welche Entwicklungsschritte der Embryo in den einzelnen Monaten durchläuft. Ergänzt wurde die Darstellung durch originale Aufnahmen ungeborener Babys, die einen authentischen und bewegenden Einblick in die pränatale Entwicklung ermöglichten.
Eine weitere Station widmete sich den medizinischen und gesundheitlichen Hintergründen von FASD. Hier wurde anschaulich erklärt, wie Alkohol auf den menschlichen Körper wirkt und insbesondere, welche gravierenden Folgen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft für die Mutter und das ungeborene Kind haben kann. Die Schülerinnen und Schüler erhielten fundierte Informationen über die Entstehung und die langfristigen Auswirkungen von Fetalen Alkoholspektrumstörungen.
Sehr eindrücklich war zudem die Station mit persönlichen Berichten von Menschen mit FASD. In Form von Erfahrungsberichten wurde dargestellt, wie Betroffene heute leben, mit welchen Einschränkungen sie im Alltag konfrontiert sind und welche Herausforderungen sich in Schule, Ausbildung, Beruf und sozialem Leben ergeben.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Ausstellung war die Präventionsarbeit. Eine Suchtberaterin klärte die Jugendlichen über die Risiken von Alkoholkonsum auf und zeigte Möglichkeiten auf, wie junge Menschen verantwortungsbewusst handeln und zur Prävention beitragen können – insbesondere im Hinblick auf Alkoholkonsum während einer Schwangerschaft.
Zum Abschluss konnten die Schülerinnen und Schüler ihr neu erworbenes Wissen in einem Quiz unter Beweis stellen. Fragen zu den Inhalten der gesamten Ausstellung regten dazu an, das Gelernte noch einmal zu reflektieren. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, auf einer Pinnwand schriftliches Feedback zu hinterlassen. Viele nutzten diese Gelegenheit, um ihre Eindrücke, positive Rückmeldungen sowie Anregungen zur Ausstellung zu formulieren.
Das Thema FASD ist Bestandteil des Unterrichts. Durch den Besuch der Ausstellung konnte das vorhandene Wissen vertieft und durch anschauliche, praxisnahe Eindrücke ergänzt werden. Die Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interesse, arbeiteten engagiert mit und nahmen viele neue Erkenntnisse mit.
Der Projekttag war somit nicht nur eine wertvolle fachliche Ergänzung, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Präventionsarbeit und zur Sensibilisierung für die Verantwortung im Umgang mit Alkohol – insbesondere während der Schwangerschaft.
Christoph Naumann
LU, 03.03.2026








