Online-Hospitationstag des Schulpsychologischen Beratungszentrums Ludwigshafen an der Anna-Freud-Schule BBS SGH

Am 13.7.2021 nahm das Team rund um Frau Michelle Herrmann vom Schulpsychologischen Beratungszentrum an einem Online-Hospitationstag zum Thema „Schemapädagogik“ teil. Auch Frau Kerstin Goldstein, Referentin am Pädagogischen Landesinstitut und u.a. für die Hospitationsschulen in Rheinland-Pfalz zuständig, wollte sich die Chance nicht entgehen lassen, das innovative pädagogische Konzept für Lehrkräfte in Theorie und Praxis kennenzulernen, mit dem das Classroom Management professionalisiert werden soll.

Im Theorieteil referierte Dr. Marcus Damm über die fachwissenschaftlichen Grundlagen. Es wird davon ausgegangen, dass Schülerinnen und Schüler und auch Lehrkräfte biografisch relevante Lebensthemen (Schemata) mit in die Schule „bringen“, die als Persönlichkeitsfacetten die Beziehungsebene zu allen Beteiligten prägen, überwiegend unbewusst. Manche dieser Prozesse gehen gut aus, andere nicht so gut.

Mit dem Wissen über die 18 Lebensthemen, die in der Schematherapie nach Jeffrey Young definiert werden, können Lehrkräfte wie auch Schülerinnen und Schüler die einen oder anderen „Beziehungsfallen“ im Klassenraum leichter erkennen und somit schneller beheben. Ziel ist die Förderung der Selbst- und Fremderkenntnis.

Zudem wurde der Schwerpunkt gelegt auf „Psychospiele im Klassenraum“, die auch ihren Bezug zu bestimmten Lebensmustern haben.
Nach einer Einführung in die Thematik wurde das Geschehen in der 3. und 4. Unterrichtsstunde dann virtuell (online) in den Raum H222 in die Außenstelle Hochfeldschule verlegt. Die Teilnehmerinnen konnten Herrn Marcus Damm in seinem LM14 Unterricht (Wahlmodul „Schemapädagogik“) über die Schulter schauen und die Schuljahresabschlussreflexion der Klasse FSE2TB mitverfolgen, die das Konzept ebenfalls in Theorie und Praxis ein Schuljahr lang erforschen konnte. Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher referierten über Fragestellungen wie „Welche schemapädagogischen Fachkompetenzen braucht es, um das Konzept in den Praxisalltag in einer Kita einfließen zu lassen?“, „Wie gestalte ich einen schemapädagogischen Elternabend?“, „Warum sollten Erzieher*innen über ihre eigenen Schemata, Modi und Interaktionsstrategien Bescheid wissen?“ .
Nach einer kurzen Pause erfolgte dann im Kreise der Teilnehmerinnen gemeinsam mit dem Referenten die fachliche Nachbesprechung der positiven Eindrücke, und man kam gemeinsam zu dem Schluss, dass mehr Lehrkräfte diesen Hospitationsschwerpunkt der Anna-Freud-Schule kennenlernen sollten.

Dr. Marcus Damm

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Hospitation des PL und Medienzentrums an der Anna-Freud-Schule

Am 11.09.2018 öffnete die Anna-Freud-Schule die Türen für besondere Gäste. Frau Goldstein, Referentin am Pädagogischen Landesinstitut für die Hospitationsschulen und Frau Angelberger vom Medienzentrum Ludwigshafen besuchten die Anna-Freud-Schule, um mehr über das didaktische Unterrichtskonzept „Gamification“ und das elektronische Klassenbuch zu erfahren.

Hintergrund war, dass im Juni 2018 die Anna-Freud-Schule offiziell zur Hospitationsschule des Landes Rheinland-Pfalz für Gamification und elektronisches Klassenbuch ernannt wurde. Dies bedeutet, dass andere Schulen zu diesen Themen die Schule „offiziell“ als Fortbildung besuchen dürfen und von der Anna-Freud-Schule lernen dürfen. Am 11.09. demonstrierte StD Clemens Kaesler in seinem Informatik-Unterricht, wie Gamification im Unterricht umgesetzt werden kann. Frau Goldstein war dabei besonders darüber erstaunt, wie aktivierend und lernförderlich das Konzept der Bonuspunkte für Zusatzaufgaben wirkt und wie niedrigschwellig sich dies im Unterricht mit Hilfe der APP SUP2U umsetzen lässt. Währen Gamification durchaus auch ohne APP umgesetzt werden kann, hat die App SUP2U immense Vorteile: Mit Schülern kann schnell und direkt über die App kommuniziert werden, die APP bietet als Cloud einen Materialien-Pool und kann auch für die Up- und Downloads eigener Beiträge genutzt werden. Zudem können die Schüler ihren Gamification Punktestand immer abrufen, somit ist die Vergabe der Leistungspunkte sehr transparent und damit für die Schüler nachvollziehbar und motivierend. StD Kaesler rät hierzu, den Punktestand zum Halbjahr für die Schüler nachvollziehbar in eine direkte Note umzuwandeln, damit die Schüler auch in der Note für ihren Fleiß belohnt werden. Das weitere Thema war das elektronische Klassenbuch. Hier interessierte sich die Delegation weniger für technische Details als vielmehr für Maßnahmen, wie ein elektronisches Klassenbuch an einer Schule implementiert werden kann und wie bei Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften dafür Akzeptanz für diese Innovation geschaffen werden kann. Die Anna-Freud-Schule ist derzeit immer noch eine der wenigen Schulen, die es überhaupt geschafft haben, ein elektronisches Klassenbuch schulweit einzuführen. Die Anna-Freud-Schule freut sich auf weitere Besucher im Rahmen des Hospitationsschulen-Konzeptes und wird insbesondere den Bereich Gamification weiter ausbauen.

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