Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen an der BBS SGH

Unterrichtssituation in der Baracke findet deutliche Kritik


Raik Dreher (Vorstandssprecher des Kreisverbandes Ludwigshafen der Grünen) und Jens Brückner informierten sich am 20.12.2016 vor Ort über die gegenwärtigen baulichen Zustände an der BBS SGH und über die aktuellen Herausforderungen an der Schule. Schulleiter überreichte erstmals auch den Vertretern von Bündnis 90/die Grünen die neu erstellte Jahreschronik der Schule für das Kalenderjahr 2016.

Nach einem Rundgang durch die früheren Lehrküchen der Schule, welche nach dem Umbau in den Herbstferien endlich als normale Klassenräume genutzt werden können, der Besichtigung des Aufgangsbereiches mit sehr vielen defekten Glasbausteinen, die mit Folien und mit Plastikscheiben provisorisch überklebt wurden, und dem Besuch in der Unterrichtsbaracke stand für Raik Dreher und Jens Brückner fest, dass dringender Handlungsbedarf bezüglich der Gebäudesituation am Stammhaus der BBS SGH in der Pfalzgrafenstraße besteht.

Herr Brückner beschrieb die bauliche Beschaffenheit als „undiskutabel“. Er kommentierte die Situation in der Unterrichtsbaracke ohne sanitäre Einrichtungen für Schüler und Lehrer als ein Zustand, der „nicht mehr grenzwertig sei, sie geht als Lehr- und Lernort nicht mehr“. Beide Besucher waren zudem erstaunt, dass große Teile der Ausstattung der Schule noch aus den 60er und 70er Jahren stammen und immer noch genutzt werden müssen. In der Unterrichtsbaracke konnten sie eine Migrationsklasse aufsuchen und führten dabei ein intensives Gespräch mit einer der DAZ-Lehrkräfte an der BBS SGH. Der Schulleitung dankten sie, dass sie sich mit ihren migrationspädagogischen Aktivitäten in den BVJ_S-Klassen engagiert. Schulleiter OStD Detlef Krammes brachte zum Ausdruck, dass er in Absprache mit der ADD spätestens Ende Januar 2017 sogar eine fünfte Klasse BVJ_S an der BBS SGH einrichten muss. Danach könne die BBS SGH jedoch räumlich nichts mehr leisten.

Im anschließenden Gespräch mit der Schulleitung wurden auch das Fehlen einer eigenen Sporthalle und der damit verbundene organisatorische und finanzielle Aufwand für einen Shuttle-Service sowie das Fehlen einer eigenen Aula, vor allem die Nichtexistenz eines Aufzugs im Stammhaus als auch in der Hochfeldschule für behinderte Lehrkräfte und für Schüler und das Fehlen von behindertengerechten sanitären Anlagen und Räumlichkeiten thematisiert.

Zwischen den beiden Vertretern des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen und der Schulleitung der BBS SGH gab es einen Konsens über die Notwendigkeit der Schaffung von Ausbildungsmöglichkeiten für die aktuell 90 Migrationsschüler. Hier könnte mit der Einrichtung eines Bildungsganges für Altenpflegehelfer und Altenpfleger eine berufliche Perspektive für die Migrationsschüler und Schüler anderer Bildungsgänge geschaffen werden, wovon in der Zukunft auch die Stadt Ludwigshafen profitieren würde, da an der staatlichen BBS SGH dringend benötigtes Fachpersonal weltanschauungsneutral in diesem Bereich für den Arbeitsmarkt in dem Oberzentrum Ludwigshafen ausgebildet werden könnte. Auch die Information, dass die gegenwärtigen Sekretariatsstunden für die BBS SGH, aufgrund ihrer umfangreichen schulinternen Aufgaben bei den Bewerbungsverfahren, den Prüfungsverfahren, …. , nicht ausreichen, fand bei den Besuchern ein Gehör.

Herr Dreher und Herr Brückner sicherten der Schulleitung ihre volle Unterstützung bei den aktuell anstehenden Herausforderungen an der BBS SGH zu. Sie wollen als Vertreter ihrer Partei dazu beitragen, dass die Ortsgremien von Ludwigshafen-Süd einmal persönlich vor Ort die pädagogische Situation anschauen. Gleichzeitig sagten sie der Schulleitung zu, dass sie die betreffenden Themen auch in ihre Partei mitnehmen wollen und sich für eine Verbesserung der Situation an der BBS SGH einsetzen wollen.

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