Studientag zum Thema „Lernen Neu Gestalten“

Am 10. März 2026 fand an unserer Anna-Freud-Schule der Studientag zum Thema „Lernen Neu Gestalten“ statt. Ziel des Tages war es, sich gemeinsam mit aktuellen Entwicklungen im Bildungsbereich auseinanderzusetzen und Ideen für eine zukunftsorientierte Lernkultur sowie eine zeitgemäße Unterrichtsgestaltung zu entwickeln.

Der Studientag begann um 08:00 Uhr mit einem gemeinsamen Meet and Greet. Das gesamte Kollegium brachte dafür selbstgemachte Marmeladen und Dips mit, sodass ein vielfältiger Willkommenssnack entstand. Dazu wurden Kaffee, Tee und Brot angeboten. In dieser angenehmen Atmosphäre konnten sich alle zunächst austauschen, ankommen und gemeinsam in den Tag starten.

Um 08:30 Uhr folgte in der Aula der Impulsvortrag von Prof. Dr. phil. habil. Klaus Konrad zum Thema „Lernen im 21. Jahrhundert“. In seinem Vortrag ging er der Frage nach, was selbstgesteuertes Lernen bedeutet und warum diese Form des Lernens in der heutigen Zeit zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dabei stellte er auch gesellschaftliche und berufliche Veränderungen dar, die Einfluss auf Schule und Bildung haben, beispielsweise Entwicklungen im Zusammenhang mit der sogenannten VUCA-Welt. Zudem wurden Erkenntnisse der Lernpsychologie zum nachhaltigen Lernen vorgestellt und auf bestehende Projekte und Initiativen wie das Startchancen-Programm verwiesen.

Im Anschluss daran begann von 09:00 bis 12:00 Uhr die erste Arbeitsphase in Workshopgruppen. Die Lehrkräfte konnten im Vorfeld zwischen verschiedenen Workshops wählen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema „Lernen Neu Gestalten“ beschäftigten. So standen im Workshop „Selbstgesteuertes Lernen“ unter der Leitung von Prof. Dr. habil. Klaus Konrad grundlegende Konzepte und Methoden im Mittelpunkt, mit denen Schülerinnen und Schüler ihr Lernen eigenverantwortlich gestalten können. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Reflexion eigener Vorkenntnisse sowie auf der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Perspektiven und Überzeugungen im Hinblick auf selbstgesteuertes Lernen.

Der Workshop „Design Thinking und Scrum“, geleitet von Lisa Gräber und Jaqueline Liebe, beschäftigte sich hingegen mit Methoden aus dem agilen Projektmanagement. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in zentrale Elemente der Scrum-Methode und erprobten, wie sich diese aus der Softwareentwicklung bekannten Arbeitsweisen auf schulische Lernprozesse übertragen lassen. Ziel war es, Wege aufzuzeigen, wie Schülerinnen und Schüler ihre Lernprozesse selbstständiger planen, strukturieren und reflektieren können.

Im Workshop „Kreative Digitalität“, durchgeführt von Sebastian Kiesel, Daniela Kreß und Franziska Emrich, ging es wiederum um den kreativen und didaktisch sinnvollen Einsatz digitaler Werkzeuge im Unterricht. Die Lehrkräfte erhielten Einblicke in die Nutzung des Fobizz-Assistenten, die Gestaltung von Kursen im Schulcampus sowie Möglichkeiten, KI-gestützte Inhalte und digitale Medien für Unterrichtsvorbereitung, Lernbegleitung und selbstgesteuertes Lernen einzusetzen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem praktischen Ausprobieren der vorgestellten Tools.

Von 12:00 bis 13:00 Uhr fand die gemeinsame Mittagspause statt. Für alle Teilnehmenden wurde Chili sin carne angeboten, das von Claudia Feibel zubereitet worden war. Die gemeinsame Pause bot Gelegenheit zum informellen Austausch und zur Weiterführung der Gespräche aus den Workshops. Bevor sich die zweiten Arbeitsphase in den Workshops von 13:00 bis 14:30 Uhr anschloss. Hier wurde aufbauend auf den bisherigen Inhalten und Diskussionen weitere Ideen und Ansätze entwickelt, wie Elemente des selbstgesteuerten Lernens stärker im Schulalltag verankert werden können. Die Ergebnisse der verschiedenen Workshops wurden abschließend fotografiert und im entsprechenden Schulcampus-Kurs eingestellt.

Den Abschluss des Studientages bildete ein gemeinsames Plenum in der Aula von 14:45 bis 15:15 Uhr. Zunächst stand unter dem Motto der persönlichen „Herzenssache“ die individuelle Reflexion im Mittelpunkt: Jede Lehrkraft hielt für sich eine Idee, ein Vorhaben oder einen Schwerpunkt fest, den sie künftig im eigenen Unterricht oder im schulischen Alltag umsetzen möchte. Darauf folgte eine kurze Dankesrunde an die Organisatorinnen und Organisatoren sowie an die Dozierenden, bevor der Tag mit einer Feedbackrunde unter dem Motto „Wow! und Ciao!“ ausklang.

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