Feierliche Verabschiedung an der Anna-Freud-Schule

Ludwigshafen, Mutterstadt, 25. Juni 2019

„Alles Alte, soweit es den Anspruch darauf verdient hat, sollen wir lieben; aber für das Neue sollen wir eigentlich leben.“ Unter diesem Motto – einem Ausspruch von Theodor Fontane – begann die feierliche Verabschiedung von Schulleiter Detlef Krammes von der Anna-Freud-Schule Berufsbildenden Schule für Sozialwesen, Gesundheit und Hauswirtschaft in Ludwigshafen.

Unter charmanter Moderation der beiden Lehrkräfte Isabel Lehmann und Christian Horn begann ein buntes und künstlerisches Programm, das den Abschied ein bisschen versüßen und gleichzeitig Lust auf mehr in der Zukunft machen konnte. Ein bunter Strauß von kulturellen Blüten gestaltete die Feierlichkeiten. Neben vielen verabschiedenden und die Leistungen des scheidenden Schulleiters Detlef Krammes würdigenden Beiträgen der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), des Vertreters der Berufsbildenden Schulen und der Arbeitsgemeinschaft der Direktoren an Berufsbildenden Schulen (ADBS) boten auch die künstlerischen Darbietungen den Rahmen für eine vielfältige Perspektive im Rückblick auf elf Jahre Tätigkeit – davon sechs in der Position des Schulleiters – an der Anna-Freud-Schule, die erst seit der erfolgten Erweiterung des Schulnamens im Jahre 2017 diesen Namen trägt.
Nach der Begrüßung durch Hans-Dieter Schneider, dem Bürgermeister von Mutterstadt, verwies Jürgen Hegmann von der ADD auf die fast vierzigjährige Verweildauer von Detlef Krammes im Schulamt. Er erläuterte, dass es schwierig sei, die Verdienste eines Kollegen, der so viele Jahre im Amt sei, in einer so kurzen Feierstunde angemessen zu würdigen und überreichte zum Abschluss feierlich die Entlassungsurkunde.

Monika Rief, die Vertreterin der Berufsbildenden Schulen, erinnerte sich an viele heftige Auseinandersetzungen, die jedoch immer sachlich und von großer gegenseitiger Wertschätzung geprägt gewesen seien, bevor sie dem scheidenden Schulleiter einen langen, gesunden Ruhestand mit noch vielen schönen Erfahrungen wünschte.

Gerhard Reuther als Vertreter des ADBS unternahm eine Zeitreise mit Bildern von Herrn Krammes und hielt als Beweisstück“ ein altes noch mit einer Matrize geschriebenes Arbeitsblatt des jungen Referendars Krammes in die Höhe. Er betonte, dass Herr Krammes immer über den Zaun hinausgeschaut, sich nicht nur für seine Schule eingesetzt, sondern immer auch für die Belange der beruflichen Bildung gekämpft habe.

Auch Herr Krammes selbst hielt – wie schon viele Male zuvor unter Bezug auf Goethes „Faust“ – eine kleine Abschiedsrede, in der er unter anderem auf die vielen Widerstände und Herausforderungen, die sich in seinen Berufsjahren immer wieder auftaten, hinwies. Er ging ein auf die vermehrte Ausbildung von Referendaren und Referendarinnen an der Anna-Freud-Schule und auf verschiedene angestoßene Projekte, drückte aber auch sein Bedauern darüber aus, was alles nicht umgesetzt werden konnte, z.B. die Verbesserung der prekären Raumsituation der Schule. Besonders wichtig war ihm der Dank an alle, die ihn im Verlauf seines Schullebens unterstützten, vor allem auch an das Kollegium.

Neben schönen musikalischen Einlagen, z. B. einem Vortrag für Violine, Horn und Klavier der Musiklehrkräfte Chiara Fürniss, Johanna Rodegast und Lucas Weinspach, popmusikalischen Beiträgen des Chores mit Schülern und Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums, war auch eine dramatische Gestaltung des Lieblingsstückes „Faust“ in moderner Inszenierung durch Schüler und Schülerinnen der Theater-AG der Jahrgangsstufe 11 unter der Leitung von Dima Argyriadou und Franziska Emrich zu sehen und zu hören. Die beiden Kolleginnen Heike Heisel und Irmgard Samson hatten als kleinen Beitrag zur Verabschiedung eine kurzweilige und launige visuelle Zeitreise durch das Schulleben von Detlef Krammes vorbereitet, die neben vielen Stationen auch „gute Ratschläge“ für den neuen Lebensabschnitt enthielten. Johanna Rodegast und Kathrin Kirn-Rodegast boten einen kleinen meditativen Moment mit Violine und Klavier.

Auch die Mitstreiter in der Schulleitung Clemens Kaesler und Katrin Griem sowie der Vorsitzende des Fördervereins Christoph Heller sprachen freundliche Grußworte zum Abschied. Die Schülersprecherin Alexandra Denkiewicz betonte in ihrem Grußwort die besondere Rolle des Schulleiters als omnipräsentem Übervater. Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums erläuterten mit den Buchstaben des Namens von Herrn Krammes, was er ihnen bedeutet hat.

Mit einem kulinarischen Abschluss und einem Sektempfang an diesem heißen Sommertag endete das Fest und entließ alle Gäste in eine Zukunft mit dem „Neue[m]“, für das „wir recht eigentlich leben“.

Irmgard Samson

Nach oben