Neue Impulse für unsere Schule: Hospitation an der Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln

Im Zeitraum vom 16. bis 20. März 2026 fand unsere Hospitation an der BBS Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln statt, die im Jahr 2017 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde. Die Schule umfasst rund 2.600 Lernende und etwa 280 Lehrkräfte und ist auf fünf Standorte im Stadtgebiet Hameln verteilt. Ziel des Besuchs war es, Impulse für die Weiterentwicklung unserer eigenen Schule zu gewinnen. Im Mittelpunkt standen dabei die vier zentralen Entwicklungsfelder selbstgesteuertes Lernen, digitale Lernplattformen und Künstliche Intelligenz, Schulklima sowie Inklusion und Differenzierung.

Der 16.03.2026 stand im Zeichen der Ankunft und des ersten Kennenlernens. Nach einer reibungslosen Anreise wurden wir herzlich an der Elisabeth-Selbert-Schule empfangen und erhielten eine umfassende Einführung in den Ablauf der Hospitation, die Schulstruktur, die verschiedenen Standorte sowie aktuelle Entwicklungs- und Innovationsprojekte der Schule. Bereits hier wurde das hohe Engagement des Kollegiums sowie die offene und wertschätzende Schulkultur deutlich, die den gesamten weiteren Verlauf der Hospitation prägte.

Am 17.03.2026 standen Gespräche mit verschiedenen Mitgliedern der Schulleitung im Mittelpunkt. Thematisiert wurden insbesondere die organisatorischen Strukturen einer Schule mit mehreren Standorten sowie aktuelle Schulentwicklungsprozesse. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Dalton-Konzept, das seit dem Schuljahr 2011/2012 fest an der Schule verankert ist und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt wird, um selbstgesteuertes Lernen systematisch zu fördern. Eine anschließende Unterrichtshospitation ermöglichte praxisnahe Einblicke in das Dalton-Konzept. Zudem ergaben sich wertvolle Gespräche mit Lehrkräften und Lernenden über ihre Erfahrungen mit dem Dalton-Unterricht.

Am Mittwoch, den 18.03.2026, wurden diese Einblicke in das Dalton-Konzept weiter vertieft. Vorgestellt wurde im Rahmen eines kollegialen Austauschs ein Innovationsprojekt im Bereich der Sozialpädagogik, das eine vollständige Öffnung des Unterrichts hin zu selbstständigem Lernen vorsieht. Dabei zeigte sich, dass digitale Unterstützungsstrukturen und KI-gestützte Anwendungen zunehmend an Bedeutung gewinnen – sowohl für die individuelle Förderung als auch für die Unterrichtsvorbereitung. Darüber hinaus erhielten wir im weiteren Verlauf des Tages Einblicke in die Organisation und Projekte des internationalen Austauschprogramms der Schule, durch das bereits ein Schüleraustausch mit Namibia realisiert werden konnte. Ebenso eindrucksvoll war für uns jedoch auch der Einblick in die Arbeit der Berufseinstiegsschule mit dem Schwerpunkt Sprache. Trotz des Fokus auf den Spracherwerb ist dieser Bildungsgang an der Elisabeth-Selbert-Schule stark praxisorientiert ausgerichtet: Neben dem Fach Deutsch werden berufsbezogene Inhalte vermittelt und die Schülerinnen und Schüler betreiben eigenverantwortlich einen Schulkiosk. Dadurch werden sprachliche, soziale und alltagspraktische Kompetenzen gleichermaßen gefördert. Eine Hospitation im Fach Gesundheit in einer Sprachklasse sowie eine Führung durch den Schulstandort Münsterkirchhof rundeten den Tag ab, wobei insbesondere die moderne Ausstattung der Fachräume im Ernährungsbereich auffiel.

Am Donnerstag, den 19.03.2026, besuchten wir zunächst eine schulinterne Jobbörse, die den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bot, niedrigschwellig mit regionalen Betrieben in Kontakt zu treten und sich über Praktikums- und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Anschließend erhielten wir Einblicke in inklusive Unterrichtssettings sowie in das Kooperationsmodell mit allgemeinbildenden Schulen, das eine frühzeitige berufliche Orientierung unterstützt und Übergänge erleichtert. Ein weiterer Austausch mit einem Mitglied der Schulleitung bot Gelegenheit, Fragen zur Schulkultur und zur Schulorganisation zu vertiefen. Eine Führung über das Schulgelände am Standort Langer Wall zeigte zudem erneut die hervorragend ausgestatteten Fachräume sowie den liebevoll gestalteten Schulgarten mit Gewächshaus. Die enge Verbindung von schulischer Bildung und beruflicher Praxis wurde hier besonders deutlich.

Der Freitag, 20.03.2026, bildete den Abschluss der Hospitationswoche. In einer gemeinsamen Reflexionsrunde wurden die vielfältigen Eindrücke zusammengeführt, zentrale Erkenntnisse gebündelt und erste Transfermöglichkeiten für die eigene Schulentwicklung diskutiert, bevor am Mittag die Rückfahrt anstand.

Die Hospitation erwies sich insgesamt als äußerst gewinnbringend und lieferte zahlreiche Impulse für unsere weitere schulische Arbeit. Unser besonderer Dank gilt der Elisabeth-Selbert-Schule für die herzliche Aufnahme, die große Offenheit und die vielfältigen Einblicke in den schulischen Alltag. Die Woche wird uns in sehr positiver und nachhaltiger Erinnerung bleiben.

Miriam Turgut

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