Die „Juniorwahl“ macht neugierig und Lust auf Demokratie

BBS SGH Anna-Freud-Schule in Ludwigshafen. Mit aktiven und engagierten Schülern, Schülerinnen und auch Lehrkräften hat die Anna-Freud-Schule am Dienstag und Mittwoch, 19. und 20. September 2017, erstmalig an der bundesweiten „Juniorwahl“ teilgenommen.

Mit dieser vorweggenommenen Bundestagswahl für Jugendliche, die noch nicht das Wahlalter erreicht haben, wird ein bisschen gelebte Demokratie praktiziert und die Lust auf Politik bei Jugendlichen geweckt.

Intensiv wurde diese Wahl in den letzten Wochen vor der tatsächlichen Bundestagswahl vorbereitet. Die Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 11 des Beruflichen Gymnasiums an der Anna-Freud-Schule haben sich mit dem Wahlverfahren bei der Bundestagswahl, mit Erst- und Zweitstimme, mit Überhangmandaten und den verschiedenen Wahlprogrammen der Parteien beschäftigt, um schließlich in einem selbst organisierten Wahlakt die Juniorwahl durchzuführen.

Mit „fast richtigen“ Stimmzetteln, einer echten Wahlurne und einer Wahlkabine wurde der Klassensaal schnell in ein Wahlbüro umgewandelt.

Für einen ordnungsgemäßen und demokratisch korrekten Wahlvorgang sorgte ein fünfköpfiges Wahlhelfer-Team mit Wahlvorstand und Schriftführer.

Demokratische Wahlrechtsgrundsätze – z. B. das geheime Wählen – mussten beachtet werden. Auch das Auszählen der Ergebnisse, das regelrechte Protokollieren der Wahlvorgänge organisierten die Schülerinnen und Schüler selbst. Bis zur tatsächlichen Bundestagswahl am Sonntag, den 24. September, mussten sich alle Beteiligten zur Verschwiegenheit verpflichten, denn der Ausgang der Wahl in der Schule durfte erst am offiziellen Wahlsonntag nach 18 Uhr bekannt gegeben werden. Das Wahlergebnis der Juniorwahl im gesamten Bundesgebiet wurde dann auch im Internet veröffentlicht.
Neben der Vorbereitung im Schulunterricht gab es auch außerschulische Veranstaltungen, die zu aktivem Engagement der Jugendlichen motivieren könnten. So besuchten die Jahrgangsstufen 11 und 12 des Beruflichen Gymnasiums zwei Podiumsdiskussionen in Ludwigshafen, die – von Jugendlichen des Carl-Bosch-Gymnasiums organisiert – gute Einblicke in regionale und überregionale politische Prozesse wie der Oberbürgermeisterwahl und dem Wahlkampf für die Bundestagswahlen gegeben haben.

Da die Schülerinnen und Schüler im Durchschnitt erst 16 Jahre alt sind, wird es noch einige Zeit dauern, bis sie selbst wählen dürfen. Vor dieser Bundestagswahl aber hatten auch sie das Stimmrecht. Sie haben davon ausführlich Gebrauch gemacht, lag die Wahlbeteiligung doch bei 90 Prozent. Wie spannend eine Wahl sein und wie sehr sie auch junge Menschen in ihren Bann ziehen kann, haben unsere jungen Leute gut erfahren können und es bleibt zu hoffen, dass diese Erfahrung nachhaltig über Jahre hinweg wirkt und die Jugendlichen motiviert, sich in die Politik einzumischen.

Nach oben

Abiturzeugnisse der BBS SGH feierlich übergeben

Zur diesjährigen Abiturfeier im Palatinum Mutterstadt wurden erstmals Abiturzeugnisse mit dem neuen Zusatznamen „Anna-Freud-Schule“ an den Abiturjahrgang 2016-17 ausgegeben. Nach dem Einmarsch der Abiturienten begrüßte Bürgermeister Dieter Schneider aus Mutterstadt und Fördervereinsmitglied der BBS in einem Eingangsgrußwort die Absolventen, die Eltern und die anwesenden Gäste bei der Abiturfeier. Nach der Rede des Schulleiters Detlef Krammes erfolgte die Zeugnisübergabe durch die Stammkurslehrer, den Abteilungsleiter und den Schulleiter. Auch der Ortsvorsteher von Ludwigshafen-Gartenstadt Klaus Schneider beglückwünschte jeden einzelnen Abiturienten bei der Zeugnisausgabe und übergab vor seinem Grußwort an die Anwesenden die Preise des Fördervereins an die Leistungskursbesten in den Fächern Pädagogik, Psychologie, Biologie, Gesundheit, Englisch und Deutsch sowie den Preis der Ministerin für soziales Engagement und einen naturwissenschaftlichen Preis. Außerdem wurde Leonie Hirsch als Jahrgangsbeste geehrt.

Nach dem Essen begann der inoffizielle Teil der Veranstaltung mit der Rede des stellvertretenden Schülersprechers David Zimmermann. Bei kurzweiligen Spielen traten Abiturienten und Lehrer gegeneinander an, es wurde gesungen und getanzt.

Zum Abschluss ließen die Stammkursleiter und der Oberstufenleiter die Zeit der Abiturienten am beruflichen Gymnasium der BBS SGH Revue passieren und wünschten Ihnen im Namen aller Kollegen viel Glück und Erfolg für die Zukunft.

Nach oben

Vorbereitungen für den Begegnungstag am 4. Mai 2017

Herzlich Willkommen auf dem Marktplatz: Mit Menschen mit Behinderung in Kontakt kommen


Neben den Schülerinnen und Schülern der Klasse HEP 16 werden auch die 11. Klassen des Beruflichen Gymnasiums (BGY) den diesjährigen Begegnungstag tatkräftig unterstützen. Da Kontakte zu Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft leider oft nicht den Alltag darstellen, bot die Klasse HEP 16 am Morgen des 04. Mai 2017 einen Marktplatz an, um den Schülerinnen und Schülern des BGY ein fachlich fundiertes Bild von Menschen mit Behinderung zu vermitteln und – wo vorhanden – Berührungsängste abzubauen.

In den Räumlichkeiten des Standortes Pfalzgrafenstraße wurden mehrere Stationen vorbereitet, an denen die Schülerinnen und Schüler des BGY sich ein erstes Bild von Menschen mit Behinderung machen konnten.

Die angehenden HeilerziehungspflegerInnen moderierten Stationen zu verschiedenen Themen, die unter anderem den respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander umfassten, bis hin zu Informationen über medizinische Aspekte und Hilfsmittel.

Dabei kam es zum angeregten Austausch: Es wurden viele Fragen gestellt und die ElftklässlerInnen erhielten auch den einen oder anderen Tipp für ihre eigenen Projekte am Begegnungstag. Weiterhin stellte der Marktplatz ein Forum dar, sich gegenseitig kennenzulernen und somit im Juni noch besser zusammenarbeiten zu können.

Insgesamt stellte der Marktplatz eine bereichernde Erfahrung dar, von der alle Beteiligten profitierten und mit neuen Erkenntnissen zurück in ihre Klassen gingen. (Hep 16/ David Schneider)

Nach oben

Schriftliches Abitur 2017 hat begonnen

Schulleiter eröffnet die diesjährigen Prüfungen


OStD D. Krammes, Schulleiter der BBS SGH, eröffnete auch 2017 das schriftliche Abitur im Beruflichen Gymnasium für Gesundheit und Soziales mit einem Eingangszitat aus Goethes Werk Faust I, das lautete:

„Schon gut! Nur muss man sich nicht allzu ängstlich quälen,
Denn eben wo Begriffe fehlen,
Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein,
mit Worten lässt sich trefflich streiten,
Mit Worten ein System bereiten,
An Worte lässt sich trefflich glauben,
Von einem Wort lässt sich kein Jota rauben.
…..
Ein jeder lernt nur, was er lernen kann;
Doch der den Augenblick ergreift,
Das ist der rechte Mann.“

Der Schulleiter wünschte seinen Schülern der Jahrgangsstufe 13, dass sie den „Augenblick“ ergreifen, um die rechten „Worte“ in dem diesjährigen schriftlichen Abitur, in ihren schriftlichen Arbeiten zur allgemeinen Hochschulreife zu finden. Er drückte seine Hoffnung aus, dass den Schülern am Ende ein sehr gutes Abitur gelingt, das ihnen viele Wege zum Studium an den Universitäten oder an Hochschulen bzw. in der Berufsausbildung eröffnet.

Das Hören und die Reflexion des Zitates von Goethe machte den Schülern in diesem Moment in besonderer Weise deutlich, dass diese Prüfung keine gewöhnliche Kursarbeit ist, sondern dass diese Prüfung einen Höhepunkt in ihrem bisherigen Leben darstellt. Mit dieser Prüfung, sofern sie bestanden ist, endet für die Schüler das „System“ Schule, und mit einer bestandenen Abiturprüfung beginnt ein neuer Lebensweg außerhalb der Schule. Die Besinnung auf den Moment, also den „Augenblick“ vor der Ausgabe der schriftlichen Aufgaben, führte nicht nur zur inneren Ruhe bei den betroffenen Prüflingen, sie führte auch dazu, dass sich die Schüler auf die anstehende schriftliche Arbeit fokussieren konnten. Mit der kontrollierten Öffnung des versiegelten Prüfungskuverts durch eine Schülerin zu Beginn der Prüfung löste sich bei den Lehrkräften die Spannung, weil auch sie nicht wussten, welche der eingereichten Aufgaben vom Ministerium für das diesjährige Abitur ausgewählt wurden. Nach der Ausgabe der Prüfungsunterlagen und des Prüfungspapiers und der Zeitangabe durch den Schulleiter konnte nun die schriftliche Prüfung, auf die die Schüler drei Jahre in der Oberstufe hingearbeitet haben, auf die sich Schüler in den letzten Wochen inhaltlich vorbereitet haben und auf die sie innerlich gespannt waren, endlich beginnen.

Nach oben