Anna-Freud-Schule – Öffentliche Weiterbildung für ein Fachpublikum in Pädagogik im Anna-Freud-Forum zum Thema „Beziehung geht vor Erziehung! Einführung in die Schemapädagogik“

Dr. Marcus Damm, Studienrat für die Fächer Pädagogik, Psychologie und Ethik an der Anna-Freud-Schule und Erfolgsautor für mehrere pädagogische Fach- und Sachbücher, stellte sich am 18.03.2019 in der Außenstelle Hochfeldschule einem interessierten Fachpublikum aus den diversen pädagogischen Arbeitsfeldern in den Grundschulen, den Förderschulen, den Berufsbildenden Schulen, den Jugendämtern, den Kinderhorten, der Mannheimer Universität und der Schulsozialarbeit aus der Region Vorderpfalz und der Stadtgesellschaft, um mit den Gästen der Anna-Freud-Schule über die pädagogische Relevanz der Beziehungsgestaltung zwischen Lernenden und Lehrenden aus seiner wissenschaftlichen Sicht zu diskutieren. Was sich in der erziehungswissenschaftlichen Theorie häufig einfach anhört, das entpuppt sich in der pädagogischen Praxis und in den Unterrichtsprozessen oft als eine große „nervenaufreibende“ und zeitintensive Herausforderung, denn es geht hier nicht nur um den 1:1-Kontakt, sondern vor allem um das Beziehungsgeflecht in einem Gruppensetting.

Daher steht immer die zentrale Frage im Fokus: Ist eine gelingende Beziehungsgestaltung Zufall oder Schicksal? Welche Schemata bringen die Lernenden aber auch die Lehrenden mit in die jeweiligen Unterrichtsprozesse und wie wirken sich diese vorhandenen Schemata in den Unterrichtsprozessen aus? Daraus entsteht die weiterführende und im Nukleus stehende Frage: Wie „funktioniert“ die Schemapädagogik in der Praxis? Welche Methoden und Materialien werden dabei verwendet? 

Mit einer ansprechend gestalteten und abwechslungsreichen Power-Point-Präsentation beantwortete der Anna-Freud-Referent und Sachbuchautor zielgruppengerecht diese und viele weiterführende Fragen in dem Anna-Freud-Forum. Neben einem Handout erhielt jeder Teilnehmende eine mit diversen Schemapädagogik-Unterrichtsmaterialien vollgepackte CD-ROM.

Am Ende der Veranstaltung wurde von den Gästen der Anna-Freud-Schule der intensive Wunsch nach einer Fortsetzung dieser Veranstaltung laut, dem die Schulleitung der Anna-Freud-Schule und vor allem Dr. Markus Damm als Referent im Anna-Freud-Forum gerne zeitnah nachkommen werden.

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Veranstaltung im Rahmen des Anna-Freud-Forums am 21.02.2019 zum Thema "Kinderrechte"

Am 21.02.2019 fand im Rahmen des Anna-Freud-Forums eine Veranstaltung zum Thema „Kinderrechte“ statt. Frau Tomschi, UNICEF Regionalbeauftragte für den Südwesten, stellte im Vortrag das Thema aus verschiedenen Perspektiven dar. Inhaltliche Schwerpunkte waren die Geschichte der UNICEF, Aufgaben und Organisationsstruktur UNICEF international, UNICEF in Deutschland. Gemeinsam mit vielen Unterstützern und Partnern versorgt UNICEF jedes dritte Kind weltweit mit Impfstoffen, stattet Schulen aus und setzt sich politisch ein – zum Beispiel für wirksame Kinderschutzgesetze. Frau Tomschi nannte auch statistische Daten und Fakten, die eine positive Entwicklung durch UNICEF Programme zeigen und somit Erfolgsbeispiele dokumentieren. Wie zum Beispiel die von 1990 bis 2016 um 50 % gesunkene Kindersterblichkeit. Am Ende der Veranstaltung hatten die Schülerinnen und Schüler der Fachschule Sozialwesen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und eine eigene Meinung über das Thema zu äußern. In einem waren die Teilnehmer der Veranstaltung sich einig - jedes Kind auf der Welt hat das Recht auf eine Kindheit.

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Veranstaltung im Rahmen des Anna-Freud-Forums am 24.01.2019 zum Thema „Finanzplatz Deutschland“

Am 24.01.2019 fand im Rahmen des Anna-Freud-Forums eine Veranstaltung zum Thema „Finanzplatz Deutschland“ statt. Herr Schäffer, Dozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, stellte in einem 60-minütigen Vortrag das Thema aus verschiedenen Perspektiven dar. Inhaltliche Schwerpunkte waren Geldsicherheit, Altersarmut, Zinsentwicklung in Europa und den USA, Lebensversicherung, Bausparvertrag, Investment und dessen Sicherheit. Diese Themen wurden in einem lebendigen Vortrag erläutert und anhand von persönlichen Beispielen verdeutlicht. Am Ende hatten die Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Organisation und Führung die Möglichkeit, Fragen zu stellen und einen Beratungstermin zu vereinbaren.

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Freiwilliges Soziales Jahr beim DRK. Vortrag und Einzelberatungen am 23.01.2019 an der BBS SGH Anna-Freud-Schule in Ludwigshafen.

Im Rahmen des Anna-Freud-Forums an der BBS SGH Anna-Freud-Schule informierte Frau Mersinger, Bildungsreferentin Team Freiwilligendienste DRK, und Herr Schumacher, Botschafter Rettungsdienst DRK, Klassen der Berufsfachschule I und II über die Möglichkeiten, ein Freiwilliges Soziales Jahr und Freiwilligendienste beim DRK zu absolvieren. Unter anderem wurde der Einsatz in den sozialen Einrichtungen dargestellt. Die Bereicherung durch praktische Tätigkeiten wurde ebenso wie der Erwerb von Fachwissen im Rahmen der angebotenen Seminare beim DRK thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler fanden die Aufgaben spannend und konnten Einblicke aus verschiedenen Perspektiven gewinnen.

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Vortrag Organspende am 19.12.18 im Rahmen des Anna-Freud-Forums

Kurt Rudi Rumpel, von der Deutschen Stiftung Organspende, besuchte am 19.12.18 die 11. und 12. Klassen der Anna-Freud-Schule in Ludwigshafen. Er informierte sie über die Organspende und ihre Wichtigkeit. Zu Beginn erzählte er über die Anfänge der Transplantationsmedizin, wie zum Beispiel der Blutgruppenentdeckung im Jahre 1900. In Form eines Zahlenstrahls konnten die Schüler die Meilensteine der Transplantationsmedizin ablesen. 1954 wurde beispielsweise die erste Nierentransplantation durchgeführt. Die Bedeutung der Organspende ist vielen Schülern noch nicht ganz bewusst gewesen. Herrn Rumpel zeigte mit Hilfe einer PowerPoint Präsentation, Bilder von Erkrankten, die auf eine Organspende angewiesen waren und durch diese überleben. Vor allem das Bild von der kleinen Lily die unter Leberkrebs litt, nahm die Schüler emotional mit. Auch Prominente wie Tina Turner oder Steve Jobs haben bereits eine Organspende erhalten. Am Häufigsten werden Nieren gespendet. Die Risiken der Organspende sind unter anderem eine Organabstoßung, eine erhöhte Infektionsgefahr und eine erhöhte Tumorgefahr. Ferner besteht die Notwendigkeit einer lebenslangen medikamentösen Behandlung.

Derzeit existieren in Deutschland ungefähr 50 Transplantationszentren und täglich werden etwa 11 Transplantationen durchgeführt. 11.000 Menschen warten gerade auf eine Organspende.

Seit 2012 ist die Zahl der Organspender von 1.046 auf nur noch 797 Stand 12/2017 in Deutschland gesunken. Fälschlicherweise gilt ein Nachweis des irreversiblen Hirnausfalls nicht als Diagnose um eine Organspende einzuleiten, sondern um die Behandlung in der Klinik zu beenden, es besteht keine Aussicht auf Heilung.

Wenn der Betroffene zu Lebzeiten keinen Spenderausweis oder eine Dokumentation zur Organspende verfasst hat, können die Angehörigen für Ihn (erweiterte Zustimmung) einer Organspende in seinem Sinne zustimmen oder ablehnen.

Durch den Spenderrückgang ist auch ein Rückgang der Spenderorgane zu verzeichnen.

Das Transplantations-Gesetz gibt es seit dem Jahr 1997 und wird seither immer wieder überarbeitet. Es weist klare Regeln auf, was rund um die Organspende zu beachten ist. Für eine postmortale Organentnahme, müssen die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein. Dies ist zunächst die Einwilligung des Verstorbenen zu Lebzeiten in Form eines Organspendeausweises oder eines Formulars. Mit einem Organspende Ausweis kann man nicht nur die Einwilligung zur Organentnahme nach dem Tod bestätigen, sondern auch einen Widerspruch kennzeichnen, sodass die Entnahme nach dem Tod nicht ge- stattet ist.

In Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland gibt es 8 Transplantationszentren. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) kümmert sich im Spendenfall um die Betreuung der Organspender, Meldung der Daten nach Leiden, Entnahme der Organe und um den Transport der Organe zu den Implantationskrankenhäusern.

Die Krankenhäuser haben eine Meldepflicht durch das Transplantationsgesetz über Patienten mit einer schweren Gehirnschädigung an die DSO. Diese wiederum steht im Organspendefall dem meldenden Krankenhaus mit Rat und Tat zur Seite.

Die Spenderdaten nach Zustimmung zur Organentnahme werden nach Sichtung von der DSO an die Organvermittlungstelle Eurotransplant in Leiden (Holland) übermittelt. Hier sind alle Organempfänger aus dem Eurotransplantbereich (Holland Luxemburg, Belgien, Österreich, Kroatien, Ungarn, Slowenien) registriert. Nach Eingang der Daten werden Listen für die die möglichen Empfänger für jedes Organ erstellt. Die Organvermittlung erfolgt über Dringlichkeit und Erfolgsaussicht der Patienten.

Für die Einleitung eine Irreversibilitätsdiagnostik gilt, der Patient ist bewusstlos, atmet nicht mehr selbstständig, die Gehirnreflexe sind erloschen. Organe werden mit Hilfe von medizinischen Geräten, und künstlicher Beatmung funktionsfähig gehalten. Zur Diagnose werden zwei Fachärzte mit mehrjähriger Erfahrung in der Behandlung von solchen schweren Erkrankungen benötigt. Ein Arzt muss Neurologe oder Neurochirurg sein. um die Diagnose irreversibler Hirnausfall zu stellen.

Dabei müssen auch andere Ursachen für das Koma überprüft werden. Denn auch dämpfende Wirkungen von Medikamenten, ein Kreislaufschock oder auch eine Hypothermie können ein tiefes Koma hervorrufen. Ferner werden die Hirnreflexe geprüft. Dies wird unter Umständen mehrfach wiederholt.

Ein idealer Organspender ist im Alter zwischen 10- 40 Jahren und hat keine Vorerkrankungen. Diese Spender gibt es aber nur selten.

Der Ablauf einer Organspende beginnt mit dem Gespräch mit den Angehörigen des Verstorbenen, über die weiterführende Therapie und den weiteren Verlauf bis hin zur Organentnahme und anschließenden Transplantation.

Weiter wurden die Schüler über den genauen Ablauf der Organentnahme informiert. Zum Beispiel ist es ganz wichtig, dass vor der Entnahme das Blut in den Organen entfernt wird um eine Blutgerinnung zu vermeiden, und dass das entnommene Organ in drei sterilen Beuteln transportiert werden muss. Nach einer Organtransplantation erfolgt eine Rückmeldung der DSO an die Angehörigen über die Situation der gesendeten Organe.

Der Vortrag war sehr lehrreich, interessant und hat den Schülern ein klareres Bild über die Organspende aufgezeigt.

 

19.12.2018

Von Vanessa Petruschko und Celine Maier, BGY 12,

Anna-Freud-Schule, Ludwigshafen

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Kinderarmut. Prävention und Bekämpfung von Kinderarmut. Vortrag am 29.11.2018 an der BBS SGH Anna-Freud-Schule in Ludwigshafen.

Laut Statistik ist fast jedes sechste Kind in Deutschland von Armut bedroht. Das ist ein Phänomen, was uns schon lange begleitet. Wächst ein Kind in einem sozial schwachen Umfeld auf, wird es später auch gesundheitliche und bildungsbezogene Folgen spüren, geringere Lebenschancen und Lebensperspektive aufweisen.

Was genau ist die Armut? Studien mit welchen repräsentativen Ergebnissen gibt es? Und wie kann man die Armut bekämpfen? Diese Inhalte wurden am 29.11.2018 im Rahmen des Anna-Freud-Forums von Prof. Dr. Peter Rahn von der Hochschule Ludwigshafen vorgestellt. Dabei wurden Folgen wie Beeinträchtigung der körperlichen Gesundheit und des Wohlbefindens, Problemverhalten, der Einfluss auf soziale Beziehungen und Partizipation, Intelligenzentwicklung, Sprache und schulische Entwicklung aufgezeigt. Unter anderem wurde auch das Konzept der Lebenslage, Armut in der Zeit- und Raumstruktur dargestellt. Abschließend wurden auch die Strategien zur Armutsbekämpfung wie Bildungspolitik, Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik, soziale Heterogenität, Maßnahmen der Familienpolitik und Gesundheits- und Sozialpolitik genannt. Die Bekämpfung der Kinderarmut sei nicht pädagogisch lösbar, vielmehr werden politische Veränderungen benötigt.

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Vortrag über Verteidigungs- und Sicherheitspolitik im Rahmen des Anna-Freud-Forums am 22.11.2018

In der dritten Veranstaltung des Anna-Freud-Forums in dem Schuljahr 2018/2019 hat Frau Siobhan Whelan (Jugendoffizierin Mannheim) die Klassen der Höheren Berufsfachschule 1 und Berufsfachschule II über die Verteidigungs- und Sicherheitspolitik informiert. Der Vortrag begann mit der Frage an die Schüler, welche Bedrohungslage für die Bundesrepublik Deutschland bestehe. Die Zuhörer beteiligten sich aktiv und Schlagwörter wie Terror, Klimawandel, Nordkorea, Konflikt in Syrien, Kriminalität und Ebola wurden als Bedrohung für die Sicherheit in der Bundesrepublik Deutschland genannt. Die Aufgaben der Bundeswehr und die Funktionsweise vom Sicherheitsrat wurden von der Referentin detailliert dargestellt. Als in dem Vortrag über den Einsatz der Bundeswehr im Ausland berichtet wurde, haben viele Schüler und Schülerinnen tiefe Betroffenheit gezeigt und viele persönliche Äußerungen und Fragen gestellt, da einige aus den Kriegsgebieten kommen. Besonders interessant waren auch die Bilder, die Einsätze der Bundeswehr auf der Weltkarte, sowie die Unterkünfte der Bundeswehrsoldaten z.B. in Afrika zeigten. In einer abschließenden lebendigen Runde ging es um die Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten bei der Bundeswehr. Dabei hat Frau Whelan auch über den eigenen Werdegang und Berufsweg berichtet. Der Vortrag endete mit Ihrer Einladung an die Klassen, die Kaserne in Germersheim zu besuchen, um sich ein eigenes Bild von der Bundeswehr zu machen.

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Impressionen vom Vortrag von Peter Grimm (Deutsche Bundesbank) am 27.09.2018 zum Thema Falschgeld und EZB in Klassenstufe 11 des Beruflichen Gymasiums

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MdB Torbjörn Kartes diskutiert im Anna-Freud-Forum

Deutlicher Fachkräftemangel in den regionalen Kitas

Immer mehr Betreuungseinrichtungen für Kinder in der Region fehlt es an gut ausgebildeten Fachkräften. Ursache für die prekäre Situation ist, dass die Einrichtungen, trotz günstiger Beschäftigungsbedingungen und bisher gestiegener Ausbildungszahlen an der Anna-Freud-Schule mit ihren räumlich begrenzten Möglichkeiten, einem großen Mangel an Erziehern/innen gegenüberstehen. Die Ursachen für den Erziehermangel sind vielfältig. Sowohl die steigende Anzahl der Kinder, die in der Einrichtung betreut werden, als auch der notwendige Ausbau der Kitas lassen Kindertagesstätten händeringend nach gut ausgebildeten Erziehern suchen. Andererseits werden die limitierten Raumkapazitäten an der Anna-Freud-Schule nicht diesem Bedarf angepasst.

Aus diesem aktuellen Anlass entstand die Idee, im Rahmen des Anna-Freud-Forums das Thema „Fachkräftebedarf in den Kitas der Region“ mit dem Bundestagsabgeordnetem Herrn Torbjörn Kartes in der Aula der Hochfeldschule (Außenstelle der Anna-Freud-Schule) bildungspolitisch zu diskutieren. Die Schüler und Schülerinnen der Fachschule Sozialpädagogik, die bereits die Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher/Erzieherinnen in Voll- oder Teilzeit begonnen haben, sowie die Lehrkräfte, die für die Erzieherausbildung zuständig sind, hatten bereits im Voraus viele Fragen formuliert, die Sie an den Bundestagsabgeordneten stellen wollten. In einer lebendigen Fragerunde, geleitet von den Moderatoren StR‘ Daniela Kress und StR Johann Stykow, wurden von den Lernenden hauptsächlich folgende Themen angesprochen: Ausbildung, Modernisierung des Arbeitsmarktes, Qualitätssteigerung und Qualitätssicherung, Vereinbarung zwischen Familie und Beruf (besonders bei den Teilzeitklassen), nicht leistungsgerechte Bezahlung und Unterschiede bei dem Betreuungsschlüssel in einzelnen Ländern. Zudem wurden auch immer wieder steigende Anforderungen und Herausforderungen im Beruf diskutiert. Schüler und Schülerinnen sowie Lehrkräfte, aber auch Gäste, wie z.B. eine Mutter von vier Kinder aus dem Jugendhilfeausschuss, berichteten über Ihre persönlichen Erfahrungen und stellten anhand von eigenen Beispielen die Wichtigkeit dieses Themas dar, um die dringende Notwendigkeit einer schnellstmöglichen Lösung der bestehenden Probleme in der Stadtgesellschaft zu illustrieren. Die Diskussion, die viele Anregungen für den Referenten, für Auszubildende als auch für die Lehrer beinhaltete, zeigte einen großen Konsens darüber, dass jetzt die Zeit für die Suche nach Lösungen sein muss. Vor allem wurde nochmals deutlich gemacht, dass die Anna-Freud-Schule mehr Erzieher/innen ausbilden könnte, wenn sie die entsprechenden Räume dafür hätte. Auch steht die Anna-Freud-Schule vor dem Problem, dass im kommenden Jahr erstmals an der Schule ausgebildete Studienreferendare mit den Fächern Pädagogik, Sozialpädagogik und Psychologie nicht als Studienräte übernommen werden können, weil die Anna-Freud-Schule keine dem Rahmenraumprogramm angemessenen Räumlichkeiten besitzt, um die Fachschulausbildung an die notwendige Quantität für die Stadtgesellschaft und Region anzupassen.

„Wir brauchen mehr Kinder, dafür müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden!“- klare Worte von Herrn Kartes zu diesem Thema. Dafür muss die geäußerte Problematik auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene thematisiert und vor allem auch gehandelt werden. Wir hoffen, dass wir endlich eine positive Entwicklung in diesem Bereich erleben werden und dass nicht nochmal acht Jahre ins Land gehen, wie seit der Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Kitaplatz ab dem 2. Lebensjahr im Jahr 2010, bis wirklich die notwendigen bildungspolitischen Entscheidungen getroffen werden.

OStR`Olga Imo

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Meinungen aus dem Symposium

Pflegenotstand verschärft sich weiter

Stadträtin Barbara Defossé erstmals in Anna-Freud-Schule

Oberstudiendirektor Detlef Krammes, Schulleiter der Anna-Freud-Schule, konnte erstmals als Stadträtin Barbara Defossé (CDU) in dem Stammhaus der Spartenschule für Sozialwesen und Gesundheit anlässlich einer Veranstaltung im Rahmen des Anna-Freud-Forums begrüßen. Barbara Defossé informierte sich bei dem Vortrag im Anna-Freud-Forum von Geschäftsführer Volker Schneid über das neue Projekt „Nachbarschaftshilfe“ an der Schule, wozu die Firma sup2u dem Förderverein der Schule unter der Leitung von Christoph Heller ein KFZ der Marke Smart zur Verfügung stellte. Für dieses Konzept erstellen die Studienräte Michaela Zund, Richard Graf, Paul Lungan-Horst und Marie-Louise Moch gegenwärtig ein Konzept, das sie dem Fördervereinsvorstand der Anna-Freud-Schule e.V. und der Schulleitung zeitnah vorlegen wollen, damit dieses Projekt schnellst möglich in den Quartieren LU-Süd und LU-Gartenstadt eine konkrete Umsetzung erfahren kann. OStD Detlef Krammes überreichte bei dieser ersten Begegnung mit Barbara Defossé die neue Festschrift der Schule zum 50-jährigen Bestehen und die Chronik der Schule aus dem Jahr 2017.

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Einweisung in die Nutzungsmodalitäten des Autos

Am 15.3.2018 fand im Anna-Freud-Forum für alle interessierten Fördervereinsmitglieder der Freunde der Anna-Freud-Schule BBS SGH e.V. eine Einweisung in die Nutzungsmodalitäten des Autos, welches der Anna-Freud-Schule von sup2u zur Verfügung gestellt wird, statt. Herr Volker Schneid, Geschäftsführer von sup2u, führte die Einweisung durch und ermutigte die Fördervereinsmitglieder, das Auto aktiv zu nutzen und soziale Projekte durchzuführen. Im Moment prüft eine schulische Arbeitsgruppe, welche sozialen Nachbarschaftsprojekte im Quartier unter Nutzung des Smart realisiert werden können.

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Am 09. Februar 2018 war der in Ludwigshafen/Rhein praktizierende Internist und „Street Doc“ Herr Dr. Peter Uebel in unserer Schule zu Gast

Er hielt für uns Schüler aller Pflegefachrichtungen einen informativen Vortrag über seine wichtige und überaus ehrenwerte Tätigkeit als „Street Doc“.
Gesundheit müsse in der Politik einen höheren Stellenwert erreichen, erwähnte der auch in Rheinland-Pfalz politisch aktive Dr. Peter Uebel.
Es sei für Menschen schwierig, nach längerem Austritt aus einer Krankenkasse, wieder als Krankenversicherter aufgenommen zu werden. Die Krankenkassen stellen sich in den meisten Fällen quer. Ganz gleich ob ein schwer erkrankter Mensch unbedingt eine Behandlung braucht und medizinisch versorgt werden muss. Dieses Argument ist für unser Gesundheitssystem leider noch nicht ausreichend. Die Wirtschaftlichkeit und nicht der Mensch, so der „Street Doc“, stehen sich ungleich und politisch wie sozial ungerecht gegenüber.

Das macht betroffen und stimmt nachdenklich!
Meiner Meinung nach müsste jeder Mensch ein Recht auf eine medizinische Versorgung haben. Es soll ein Grundrecht eines jeden Menschen sein, bei Krankheit unentgeltlich behandelt zu werden.
Um diese Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen aus diesem Raster der Krankenversicherungen gefallen sind, kümmert sich Herr Dr. Peter Uebel mit vielen weiteren ehrenamtlichen Kollegen aus allen Zweigen der Medizin.

Wenn Sie Interesse zu diesem Thema haben, finden Sie vorerst hier einen Auszug der Webseite über dieses Projekt: (http://www.gesundheit-ein-menschenrecht.de/anlaufstellen/rheinland-pfalz/%C3%B6kumenische-f%C3%B6rdergemeinschaft-ludwigshafen-gmbh-street-doc)
Das Projekt „Street Doc“ wurde von der Ökumenischen Fördergemeinschaft Ludwigshafen GmbH, gemeinsam mit dem Internisten Dr. Peter Uebel initiiert.
Das Projekt wird nur mit Spenden finanziert und wird getragen von den ehrenamtlich tätigen Ärztinnen und Ärzten, Zahnärztinnen und Zahnärzten, sowie den ehrenamtlichen Arzthelferinnen und Zahnarzthelferinnen. Insgesamt engagieren sich 10 – 12 Humanmediziner, 8-10 Zahnmediziner und ca. 16 Arzt-/Zahnarzthelferinnen.
Planung und Durchführung erfolgen in enger Abstimmung mit Dr. Peter Uebel für die Humanmediziner und Herrn Prof. Günter Dhom für die Zahnmediziner.

Zielgruppe:
Das Projekt „Street Doc“ reagiert auf prekäre Verhältnisse in der Gesundheits- und Hygieneversorgung in den vernachlässigten Wohngebieten Ludwigshafens, aber auch außerhalb derselben. Die Klientel besteht zu Teilen aus sozial isoliert lebenden Personen, die unter psychophysischen Beeinträchtigungen leiden.
Die Gemeinwesenarbeit (GWA), wozu auch die Straßensozialarbeit gehört, begleitet das Projekt federführend in der Praxis. Immer wieder muss vor Ort Kontaktarbeit geleistet werden, damit eine wirksame Praxis erfolgen kann. Nur auf diese Weise ist es möglich, Hemmschwellen nach und nach abzubauen. Im Wesentlichen werden allgemeinmedizinische und zahnmedizinische Erstversorgung, psychosoziale Beratung sowie, falls möglich, Wiedereingliederung in das reguläre Gesundheitssystem geleistet.

von Silke Birkenheyer/Fachrichtung Heilerziehungspflege

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Vortrag der Deutschen Bundesbank an der Anna-Freud Schule

Am Donnerstag, den 30.11. fand im Rahmen des Anna-Freud-Forums ein Vortrag der Deutschen Bundesbank statt. Ca. 60 Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums besuchten den Vortrag, der von dem Bundesbank-Referenten Hans Peter Grimm gehalten wurde.

Das Anna-Freud-Forum ist an der Anna-Freud-Schule der neu eingerichtete Rahmen für Vorträge durch externe Referenten, die das Bildungsangebot der Schule durch neue Perspektiven und Inhalte  ergänzen sollen. Da das Berufliche Gymnasium der Anna-Freud-Schule den Schwerpunkt Gesundheit und Soziales hat, war es für die teilnehmenden Schüler besonders interessant, einmal in die Welt der Ökonomie eingeführt zu werden. Der Referent stellte zunächst die historisch gewachsenen Aufgaben der Deutschen Bundesbank dar und bot einen Einblick in die geld- und währungspolitischen Instrumentarien der Europäischen Zentralbank und der Deutschen Bundesbank. Zudem zeigte er die für die Schüler besonders relevanten Ausbildungsmöglichkeiten und Studiermöglichkeiten bei der Deutschen Bundesbank auf, die von einer Ausbildung zum Koch oder Systemgastronomen bis hin zu einem Dualen Studium als Anwendungsinformatiker/-in gehen. Einen besonderen Höhepunkt stellte die Thematik Falschgeld dar. Referent Grimm, der selbst in der Falschgeldanalyse tätig ist, brachte hierzu echte und gefälschte Banknoten und Münzen mit und demonstrierte an verschiedenen Praxisbeispielen, wie Falschgeld identifiziert werde kann. Bei diesem Teil des Vortrages war die Neugierde der jungen Menschen geweckt, vielerlei Nachfragen zum Umgang mit Falschgeld wurden gestellt.

Für die Schülerinnen und Schüler konnte die im Lehrplan des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales nur rudimentär vorkommende Ökonomische Bildung mit dem Vortrag aufgegriffen und den Schülern damit Einblicke in die Welt der Ökonomie gegeben werden.

05.12.2017
Clemens Kaesler

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