IGLU in Ludwigshafen – Eine neue Wohnform für Menschen mit Beeinträchtigung

Gründungsmitglieder berichten Auszubildenden der Heilerziehungspflege über die Entstehung einer alternativen Wohnform für Menschen mit Unterstützungsbedarf

In den letzten Wochen haben wir uns im Unterricht mit den verschiedenen Wohnformen für beeinträchtigte Menschen beschäftigt. Ein Mitschüler hatte uns dazu das IGLU Projekt (so heißt das Wohnprojekt) vorgestellt. Da wir sehr interessiert waren und viele Fragen aufkamen, nahmen wir Kontakt zu den Gründern von IGLU auf.

Am 11.1.2018 hatten wir, die HEP 15 der Anna-Freud-Schule in Ludwigshafen, Besuch von Melanies Eltern (Frau Bros –Spähn, Herr Spähn). Sie sind Gründer des Vereins, der das neue Wohnprojekt ins Leben gerufen hat. In einem interessanten und informativen Vortrag haben wir viel über IGLU erfahren dürfen.

Nicht nur auf dem „normalen“ Wohnungsmarkt, wie wir ihn kennen, ist es schwer eine ansprechende Wohnung zu finden. Auch für Menschen mit einer Behinderung wird es zunehmend zur Herausforderung, sich vom häuslichen Umfeld und von den Eltern abzunabeln. Doch beeinträchtigte Menschen haben ebenfalls den Wunsch auf eigenen Beinen zu stehen und sich ein Leben nach eigenen Bedürfnissen zu gestalten.

Aktuell ist die Lage besonders brisant:  1/3 der Menschen mit Behinderung sind auf der Suche nach einem Wohnplatz, der bestenfalls auch noch gefallen soll. Gar nicht so leicht, denn es gibt keine freien Wohnplätze und teilweise sind die Wartelisten der Wohnheime sehr lang.

Genau aus diesem Grund heraus haben die Eltern von Melanie, einer beeinträchtigten jungen Frau aus Ludwigshafen, im Jahr 2012 für ihre Tochter und andere Menschen eine ganz neue Wohnform und damit Chancen geschaffen, dass auch Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf nach eigenen Wünschen leben können.

Das Konzept, das unter anderem Melanies Eltern entwickelt haben, ist einzigartig und revolutionär:

In einer inklusiven Wohngemeinschaft leben vier Menschen mit Behinderung zusammen mit sechs Menschen ohne Behinderung. Jeder der Bewohner übernimmt Aufgaben des täglichen WG-Lebens.

Die WG ist keinesfalls eine besondere oder eigens erbaute Wohnung – Der Wohnraum wurde in einem ganz „normalen“ Mietshaus in Ludwigshafen Friesenheim angemietet. Natürlich werden allen Anforderungen erfüllt, die für Menschen mit Beeinträchtigung eine Rolle spielen.

Damit der Ablauf im täglichen Leben möglichst „pannenfrei“ abläuft, wird die Wohngemeinschaft durch zwei hauptamtliche Mitarbeiter aus dem sozialen Bereich, sowie einem Supervisor und Assistenten unterstützt (Ja, ihr habt richtig gelesen, ein Supervisor, denn wie in jedem Haushalt kommt es von Zeit zu Zeit zu Reibereien. Hier unterstützt dann der Supervisor).

Entgegen aller Befürchtungen, die immer wieder aufkommen und aufkamen, funktioniert das Zusammenleben in der WG sehr gut.

Durch IGLU wird uns allen klar, dass es auch noch andere Wohnformen, als das klassische Wohnheim gibt. Manchmal braucht es nur etwas Mut und Durchhaltevermögen etwas Neues zu starten. Dies haben uns die Eltern von Melanie deutlich gemacht. Danke dafür!

(HEP 15 – Arton Zenuni, Eric Martin, Yannick Hass, Natalie Kästel)

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Sprechen –Kauen – Lächeln: Ein Leben lang mit Kai

Am 21.11.2017 war der Zahnarzt Herr Bender Gast im Pflegeunterricht der Klasse HEP17 an der Anna-Freund Schule Ludwigshafen. Thema der Informationsveranstaltung war „Gesund beginnt im Mund“. Mit der Plüschfigur Max Schrubbel und seinem Lied über Zahnhygiene begrüßte Herr Bender die Klasse. Der Vortrag begann mit der Erklärung des Zahnaufbaus. Im Anschluss ging er auf die Mund- und Zahnpflege ein. So wurde die empfohlene Zahnputzreihenfolge „KAI“ vorgestellt und passend zum Lebensalter unterschiedliche Pflegetechniken vermittelt. In diesem Zusammenhang konnten sich die SchülerInnen auch einen Überblick über die Hilfsmittel, die bei der Zahnpflege bei Menschen mit Beeinträchtigungen eingesetzt werden können, verschaffen. Als Beispiel ist hier ein Griff für die Zahnbürste zu nennen, um den Bewohnern mit motorischen Einschränkungen einen besseren Halt zu gewähren. Neben den pflegerischen Aspekten waren auch die negativen äußeren Einflüsse auf die Zahngesundheit ein Thema. So wurden zuckerhaltige Lebensmittel mit ihren Folgen aufgezeigt. Ebenfalls wurden Tipps im Umgang mit solchen Lebensmitteln vermittelt und die Bedeutung der Zahnpflege in besonderem Maße hervorgehoben. Im Anschluss wurde dann die „Formel“ „Zucker in Lebensmitteln + übermäßiger Verzehr + mangelnde Zahnhygiene = Karies“ aufgestellt. Außerdem wurde vermittelt, dass die Zahnarztbesuche zusätzlich zu der richtigen Pflege unerlässlich sind, sowohl zur Prophylaxe von Zahn- und Munderkrankungen, als auch bei Warnsignalen, die vorgestellt wurden. Am Ende des informativen Vortrags konnten auch alle Fragen geklärt werden. So endete der Vortrag zufriedenstellend mit der Zusammenfassung aller wichtigen Fakten und einem informativen Handout.

Marie-Louise Moch und Olga Imo (Lehrkräfte an der BBS SGH Anna-Freud-Schule)

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Lebensmittel mit allen Sinnen genießen! - Fachvortrag über gesunde Ernährung in der HEP 17

Am 22.11.2017 durften wir Frau Wiedekind, Ernährungsberaterin, in unserem Unterricht begrüßen. Die Referentin ist unterwegs für die Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege Rheinland Pfalz und gibt Tipps rund um eine gesunde Ernährung. Hierzu arbeitet sie gerne mit einer für jedes Lebensalter begreifbaren Grundlage: Essen und trinken nach der Pyramide. Die Pyramide ist unterteilt in sechs Stufen, gruppiert nach unterschiedlichen Lebensmittelgruppen, unter Angabe der am Tag zuzuführenden Portionen. Zusätzlich arbeitet die Pyramide mit Ampelfarben, wodurch sofort ersichtlich ist, welche Lebensmittelgruppen häufig und welche eher selten zu verzehren sind. Der Vorteil erklärt sie, liegt in einer anschaulichen Übersetzung der optimalen Zufuhr an Nährstoffen und Kalorien in konkrete Lebensmittel. Der Nachteil: Die Arbeit mit Verboten! Das kann auch exakt an den falschen Nahrungsmitteln Interesse wecken. Zum besseren Verständnis hat sie konkrete Beispiele auf dem Tisch vorbereitet. So sind beispielsweise die wichtigste Grundlage jeder Ernährung die sogenannten Durstlöscher, also Wasser und ungesüßte Getränke. Ohne Flüssigkeit geht es nicht. Eineinhalb Liter am Tag sind für einen Erwachsenen optimal. Vom Gemüse und Obst sollte man fünf Portionen täglich verzehren. Süßigkeiten und salzige Snacks sollten dagegen nur ab und zu genascht werden. Eine Hand voll ist meist genug und entspricht etwa zehn Prozent der Gesamtkalorienzufuhr, maximal aber 200-250 kcal. Diese und weitere Tipps sind für die Arbeit als Heilerziehungspfleger sehr wertvoll.

Viele Menschen ernähren sich auf der Basis erlernter Vorlieben und das mitunter einseitig oder müssen im Alltag mit bestimmten Unverträglichkeiten umgehen. Da die Ernährung auch bei behinderten Menschen mal ein Problem im Alltag darstellen kann, sind auch die konkreten Tipps zum Umgang mit „Ablehnungsessern“ hilfreich. Frau Wiedekind empfiehlt hier immer wieder Annäherungsversuche zu starten. Manchmal hilft bereits das Servieren neuer Lebensmittel auf einem separaten Teller.  Sie rät zusätzlich, auf Ähnlichkeiten zu beliebten Nahrungsmitteln hinzuweisen. Wer Gurken mag, kann vielleicht mal eine Zucchini zuzubereiten. Mithelfen und mitbestimmen ist genauso entscheidend wie Spaß. Das erreicht man am besten, wenn man alle in die Essens- und Getränkevorbereitung miteinbezieht. Sie rät nicht für gesunde Ernährung zu argumentieren, sondern vorzuleben. Wichtig ist also: Vorbild sein! Menschen erfahren Sicherheit, wenn sie andere dabei beobachten, wenn sie was Leckeres essen. Eine angemessene oder bedarfsgerechte Ernährung betrachtet man immer wochen-, nie tagesweise. Die gute Nachricht: Man darf so auch mal über die Stränge schlagen, wenn man das an den anderen Tagen ausgleicht. Die beste Kontrolle über den Kalorien- und Zuckeranteil erreicht man übrigens, indem die Lebensmittel selbst zubereitet werden. Die wichtigste Empfehlung bei Kau- und Schluckbeschwerden: Soviel Vollkorn wie möglich, da Weißbrot eher klebt. Das konnten wir gleich selbst ausprobieren, mit Hilfe des Kautest. Zuerst geb es ein Stück Vollkornbrot, anschließend Toastbrot. Beides sollten wir ohne zu kauen am Gaumen „zergehen“ lassen. Solche Ernährungsspiele sind grundsätzlich für jeden geeignet, um sich unbekannten Lebensmitteln spielerisch zu nähern und sich zu motivieren, etwas Neues auszuprobieren. Zum Schluss gab es den Nusstest. Diese und weitere Experimente machten uns viel Freude. Wir bedanken uns für den Besuch von Frau Wiedekind. Die Veranstaltung war im Rahmen des Unterrichts eine interessante Abwechslung. Eine Broschüre, die das Gelernte zusammenfasst und die Anleitung für Ernährungsspiele werden wir gut im Alltag mit unseren Klienten in den nächsten Wochen unterbringen können.

S.Kiefer (HEP 17)

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Erstes Praxisanleitertreffen - HEP17 -

Am 08.11.2017 fanden sich die Praxisanleiter der HeilerziehungsplfegerInnen im ersten Ausbildungsjahr an der Anna-Freud-Schule zum ersten Anleitertreffen ein. Ziel dieser Veranstaltung war es, die Weichen für eine erfolgreiche dreijährige Ausbildung zu stellen. Durch den Austausch zwischen Schule und Einrichtung wurde hier die Grundlage für eine optimale Betreuung der Auszubildenden geschaffen.

Nach der Begrüßung und der anschließenden Vorstellungsrunde stiegen wir thematisch ins Tagesprogramm ein. Nach dem Überblick über die Lernmodule und deren Struktur insgesamt, stellten die SchülerInnen die Inhalte des ersten Ausbildungsjahres konkret vor. So werden im ersten Schuljahr Themen wie etwa eine berufliche Identität zu entwickeln, die beispielsweise mit einer professionellen Haltung in der Berufsausbildung verbunden ist, besprochen. Darüber hinaus sind aber auch Kommunikations- und Arbeitstechniken als Grundbaustein für die weitere Ausbildung sowie die pflegerische und medizinische Betreuung der Menschen mit Beeinträchtigung Teil des Unterrichts. Letzteres wird in theoretischer und praktischer Form unterrichtet. So wurde den AnleiterInnen vom neuen Pflegeraum berichtet. In diesem Zusammenhang wurde auch der Pflegekatalog als fester Bestandteil der Ausbildung betont, der in der Praxis kontinuierlich abgearbeitet werden muss. Als Garantie zur Erfüllung dieser sowie weiterer Anforderungen wurde auf die Pflichtpraktika hingewiesen, die vorgesehen sind, um die verschiedenen Aufgabenfelder eines Heilerziehungspflegers kennenzulernen. Die Betonung von Seiten der Schule, eine breite und umfassende Ausbildung der SchülerInnen anzustreben, wurde hier sehr deutlich. Zur kontinuierlichen Verzahnung von Theorie und Praxis wurden pro Lernmodul passende Praxisaufgaben gestellt. Die Fachlehrer stellten diese vor und standen für Fragen zur Verfügung. Hierbei wurde Bezug zu den Bildungsassistenzen genommen, die Teil der Ausbildung sind. An dieser Stelle wurde auch auf Beratungsbesuche ab dem zweiten Schuljahr hingewiesen. Über Ziel und Ablauf dieser Besuche wurde berichtet.

Die Information zu den Unterrichtsinhalten diente den AnleiterInnen als Orientierung zur Erstellung eines Rahmenplans für die fachpraktische Ausbildung in der Einrichtung. Hinweise zur Erstellung desselben wurden besprochen.

Abschließend wurden die AnleiterInnen über die Zwischenbeurteilung von Seiten der Einrichtung informiert. So wird den SchülerInnen die Leistung nach dem ersten Ausbildungsjahr in den im Rahmenplan festgelegten Ausbildungsinhalten offen gelegt, indem Kompetenzen gewürdigt und Entwicklungspotenzial aufgezeigt wird. Hinweise zur Notengebung wurden aufgelistet.

Für eine lockere Atmosphäre während des Anleitertreffens sorgten die SchülerInnen, die ein ansprechendes Frühstück vorbereitet hatten. So konnten sich alle TeilnehmerInnen während der Pause stärken und gleichzeitig austauschen. Die Basis für eine weitere Zusammenarbeit wurde also in vielerlei Hinsicht geschaffen. So endete das Anleitertreffen für alle zufriedenstellend um 13:30 Uhr.

18.11.2017, Marie-Louise Moch (Klassenleitung)

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Anleitertreffen der HEP 15

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Abschlussfeier der HEP

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Endspurt bei der Planung des Begegnungstages

Die Nähmaschinen laufen auf Hochtouren

Am 29.06. findet wieder der Begegnungstag der BBS SGH Ludwigshafen statt. Dieser findet dieses Jahr im Julius-Hetterich-Saal statt. Die 11./12. Klassen des BGY und die Heilerziehungspfleger haben sich wieder einmal gut auf diesen Tag vorbereitet. Durch eine Sammelaktion wurden Materialien für vielfältige Projekte gesammelt. So gibt es z.B. mehrere Kreativstände, an denen die Besucher angeregt werden, selbst zu basteln. Auch wird es einen Verkaufsstand geben, an dem gegen eine mögliche Spende von den Schülern eigens gebastelte Werke erstanden werden können. Außerdem werden noch weitere Aktivitäten und Überraschungen auf die Besucher an diesem Tag warten. Das alles steht im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens. Wir freuen uns auf so zahlreiche Besucher wie im letzten Jahr.

(David Wulff/Hep 16)

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Vorbereitungen für den Begegnungstag am 4. Mai 2017

Herzlich Willkommen auf dem Marktplatz: Mit Menschen mit Behinderung in Kontakt kommen


Neben den Schülerinnen und Schülern der Klasse HEP 16 werden auch die 11. Klassen des Beruflichen Gymnasiums (BGY) den diesjährigen Begegnungstag tatkräftig unterstützen. Da Kontakte zu Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft leider oft nicht den Alltag darstellen, bot die Klasse HEP 16 am Morgen des 04. Mai 2017 einen Marktplatz an, um den Schülerinnen und Schülern des BGY ein fachlich fundiertes Bild von Menschen mit Behinderung zu vermitteln und – wo vorhanden – Berührungsängste abzubauen.

In den Räumlichkeiten des Standortes Pfalzgrafenstraße wurden mehrere Stationen vorbereitet, an denen die Schülerinnen und Schüler des BGY sich ein erstes Bild von Menschen mit Behinderung machen konnten.

Die angehenden HeilerziehungspflegerInnen moderierten Stationen zu verschiedenen Themen, die unter anderem den respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander umfassten, bis hin zu Informationen über medizinische Aspekte und Hilfsmittel.

Dabei kam es zum angeregten Austausch: Es wurden viele Fragen gestellt und die ElftklässlerInnen erhielten auch den einen oder anderen Tipp für ihre eigenen Projekte am Begegnungstag. Weiterhin stellte der Marktplatz ein Forum dar, sich gegenseitig kennenzulernen und somit im Juni noch besser zusammenarbeiten zu können.

Insgesamt stellte der Marktplatz eine bereichernde Erfahrung dar, von der alle Beteiligten profitierten und mit neuen Erkenntnissen zurück in ihre Klassen gingen. (Hep 16/ David Schneider)

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Zahngesunde Ernährung

Am 23.03.2017 war es soweit: Frau Wiedekind, welche von Beruf Diplom-Oecotrophologin, d.h. Ernährungsberaterin ist, erwartete unsere Klasse zum Thema "Zahngesunde Ernährung".

Wir waren gespannt und hatten viele Erwartungen, welche Frau Wiedekind in den folgenden Stunden alle erfüllte. Sie erläuterte uns den Zusammenhang zwischen einer ernährungsbewussten Lebensweise und gesunden Zähnen. Zudem stellte sie einen Bezug zu unserer täglichen Praxis in der Heilerziehungspflege her. Darüber hinaus sprachen wir über den geeigneten Speiseplan für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Hierbei diente eine Ernährungspyramide als Vorlage und Orientierung. Nebenbei durften wir unseren Geschmackssinn testen, in dem wir mit verbundenen Augen verschiedene Lebensmittel probierten und dann versuchten, diese richtig zuzuordnen. Anschließend sprachen wir noch über den richtigen Umgang mit dem Thema "Zahngesunde Ernährung" gegenüber Klienten als auch Kollegen/innen.

Zum Schluss bekam jeder ein Heft, in welchem die wichtigsten Fakten und Informationen übersichtlich dargestellt sind.

Die Hep15 bedankt sich für die interessanten und hilfreichen Informationen und wünscht Frau Wiedekind für die Zukunft alles Gute.
 
Marius Schwind

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Schülerberichte zur Rollstuhlerfahrung der HEP 16

Ludwigshafen-Rollt bei Dir?!

Schülerinnen und Schüler in der Fachrichtung Heilerziehungspflege erkunden in Rollstühlen, Ludwigshafen und Umgebung. Ludwigshafen und Rheinland-Pfalz rühmen sich damit, die Inklusion voranzutreiben, doch wie ist es tatsächlich mit der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum bestellt? Die Schülerinnen und Schüler in der Fachrichtung Heilerziehungspflege BBS SGH Ludwigshafen wagten einen Selbstversuch.

In Kleinstgruppen erkunden sie im Rollstuhl die Umgebung. Doch bevor sie damit beginnen können, wurden sie schon vor die erste Hürde gestellt - denn die BBS SGH selbst ist nicht barrierefrei. Auf der Straße angekommen, geht es besser voran: abgesenkte Bordsteine und breite Gehwege machen es leicht, voranzukommen.

Zu unserem Begeisterung befand sich gerade zu jener Zeit ein Faschingsmarkt mit vielen Ständen, Fahrgeschäften am Berliner Platz in Ludwigshafen. Die hohen Stände waren aus unserer Position nicht zu erreichen oder gar zu begutachten. Durch in unseren Beobachtungen ist uns aufgefallen, dass viele Menschen hilfsbereit sind, aber auch einige Mitmenschen ignorant und unzugänglich für unsere Problematik waren.

Öffentliche Verkehrsmittel und deren Bahnsteige werden in ganz Rheinland-Pfalz umgebaut, so dass sie für mobilitätseingeschränkte Personen leichter zugängig sind. Jedoch wurden wir am Bahnsteig Ludwigshafen Mitte darauf aufmerksam, dass Aufzüge zur Verfügung stehen, diese jedoch außer Betrieb sind. Überrascht hat uns der großzügige Platz in den einzelnen Wagons.

Die Räumlichkeiten der Verkaufsgeschäfte der Walzmühle bieten keinen ausreichenden Platz für Rollstuhlfahrer, um sich dort frei bewegen zu können. Es stellte sich als Herausforderung heraus, an Produkte ohne fremde Hilfe zu gelangen.

Für uns Schüler und Schülerinnen war das Experiment sehr lehrreich, um einen Einblick in das Leben und die alltäglichen Probleme eines Rollstuhlfahrers zu erlangen. Sie sind auf die Unterstützung ihrer Mitmenschen angewiesen, um am sozialen Leben teilzunehmen. Die Barrierefreiheit in unserer Umgebung macht Fortschritte, ist jedoch noch ausbaufähig.

Hep16, LM 07 Frau Imo, David, William, Julia, Daniela, Vanessa

"Ludwigshafen roll on!"
Ein Experiment der BBS SGH HEP 16

Ludwigshafen, den 03.03.2017

Am 24.02.2017 haben sich die Schüler der Heilerziehungspflegeklasse des Jahrgangs 2016 mit Rollstühlen auf den Weg in die Innenstadt Ludwigshafens gemacht, um die Barrierefreiheit dort zu testen.

Doch wie barrierefrei ist Ludwigshafen wirklich?
Dort angekommen, besuchten die Schüler mit den Rollstühlen verschiedene Geschäfte und öffentliche Plätze und erlebten ein teilweise sehr gutes, barrierefreies Ludwigshafen.

Die Ampeln wahren sehr gut zu erreichen und die Übergänge zu den Straßen waren abgesenkt. Selbst die Geschäfte hatten breite Gänge, sodass man mit dem Rollstuhl an alle Stände herankam.

Lediglich die Kassen bereiteten Probleme, da diese zu hoch gebaut sind, um die Kartenzahlung durchzuführen oder die Waren anzunehmen. Ebenso könnte man an den Ein- und Ausgängen die Rampen vermehren, da zu wenig vorhanden sind, um von jeder Seite in das Geschäft zu gelangen.

Das Experiment hat den Schülern gezeigt, dass die Barrierefreiheit in Ludwigshafen zufriedenstellend, jedoch auch teilweise verbesserungswürdig ist, wie zum Beispiel eine separate Kasse für Rollstuhlfahrer oder mehr Rampen für Ein- und Ausgänge in den Geschäften.

Die Schüler wurden von ihren Mitmenschen sehr gut aufgenommen und akzeptiert. Hilfe wurde ihnen überwiegend angeboten.

Ludwigshafen ist auf einem sehr guten Weg, Inklusion umzusetzen. Ludwigshafen roll on!

Autoren und Mitwirkende: Silke Birkenheyer, Ines Querido, Hale Sahiner, Kübra Kalem, Julia Becker und Rebecca Kampe

Selbstversuch vom 03.03.17
Rollstuhlerfahrung der Klasse Hep 16

Ist Ludwigshafen eine barrierefreie Stadt? Können hier Menschen mit Behinderung selbständig Bahnfahren und Einkaufen? Die Klasse Heilerziehungspflege 16 macht den Selbstversuch und erkundet die Stadt im Rollstuhl.

Der Tritt in die Straßenbahn, der Griff in das Supermarktregal oder über die Theke. Alltägliche Handlungen die man schon 100 Mal gemacht hat, über die man bisher noch kein einziges Mal nachgedacht hat. Wie kommen Menschen im Rollstuhl mit solchen Situationen klar und welche Hürden müssen sie überwinden?

Jeder Gruppe wurde  jeweils ein Rollstuhl zur Verfügung gestellt, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

Das Experiment startete am Haupteingang unserer Schule. Von dort aus verteilten sich die Schüler in alle Richtungen und erkundeten die Stadt aus der Sicht eines Rollstuhlfahrers. Zu Beginn bewegten wir uns Richtung Rhein. Schon von Anfang an merkten wir, dass die Geh- und Überwege nicht behindertengerecht sind und es schwer ist, sich selbstständig fortzubewegen. Man benötigt immer Hilfe von anderen Menschen. Dort angekommen, versuchten wir uns alleine im Rollstuhl fortzubewegen, da der Boden dort sehr eben und glatt erschien. Wir merkten schnell wie kompliziert und kraftaufwändig das selbständige Fahren mit dem Rollstuhl ist. Durch fehlende Sicherheitsbegrenzungen waren wir gehemmt, uns frei zu bewegen, aus Angst, wir könnten am Abhang des Rheins herunterrollen.
Am Berliner Platz angekommen, entschieden wir uns in einen Einkaufsladen zu fahren. Dort bemerkten wir, dass die Regale sehr eng beieinander stehen und für unsere Situation zu hoch waren. Dies bemerkten wir auch an der Kasse.

Als wir den Laden verließen, entschieden wir uns, mit der Bahn eine Haltestelle weiter zu fahren. Jedoch erwies sich das als eine komplizierte Angelegenheit, da es uns nicht möglich war, an jeder Haltestelle auszusteigen, weil die Erhöhung des Bordsteins fehlte.

Abgesehen von den Barrieren der Umgebung spielen auch die sozialen Faktoren eine große Rolle. Man wurde von allen Seiten beobachtet und fühlte sich nicht wohl in seiner Haut. Oftmals trafen einen bemitleidende Blicke, die einige von uns emotional sehr stark aufwühlten.

Fazit:
Gegen Ende der Exkursion stellten wir fest, dass Menschen im Rollstuhl in vielen Lebenslagen durch die Umwelt extrem eingeschränkt werden und durch die sozialen Einflüsse behindert gemacht werden! Außerdem werden sie durch die oben genannten Umstände an ihre Grenzen gebracht und sind immer auf Hilfe/ fremde Hilfe angewiesen. 

Ein Nachmittag auf Rädern

Am Freitag, den 24.02.17 organisierte unsere Klasse, die HEP 16 der BBS-SGH am Nachmittag eine Rollstuhlexkursion. Hierfür teilten wir uns in Kleingruppen ein, sodass 2-3 SchülerInnen über jeweils einen Rollstuhl verfügten. Ziel war, die Umgebung der Schule auf ihre Rollstuhltauglichkeit zu überprüfen.

Schon beim Verlassen des Schulgebäudes standen wir vor dem ersten Hindernis: der Treppe zum Schulhof. Diese war nur durch Tragen des Rollstuhls zu überwinden. Dann machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt.

Leider zeigten sich nicht alle Geschäfte barrierefrei. So musste der Rollstuhlfahrer vor der Bäckerei zurückgelassen werden, während die Pflegekraft die Einkäufe tätigte. Beim Bäcker in der Walzmühle erschwerte die hohe Glastheke die Kommunikation zwischen Verkäuferin und Rollstuhlfahrer, da die Wahrnehmung der Verkäuferin sich auf die Pflegekraft beschränkte.

Auffällig war, dass man als junger Mensch im Rollstuhl viel Aufmerksamkeit erregt. Je näher wir dem Stadtzentrum kamen, desto rollstuhlfreundlicher wurde die Umgebung. Straßenübergänge waren barrierefrei und Geschäfte gut zugänglich. Insgesamt hat uns der Nachmittag gezeigt, dass noch viele Verbesserungen notwendig sind, um Barrierefreiheit zu gewährleisten und die Integration der Rollstuhlfahrer zu ermöglichen.

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Anleitertreffen an der BBS SGH Ludwigshafen – Verzahnung von Theorie und Praxis

Heilerziehungspfleger leisten bei Menschen mit Behinderung pflegerischen und pädagogischen Beistand mit der Absicht deren Leistungsfähigkeit und Eigenständigkeit im Alltag zu fördern. Sie planen und erstellen beispielsweise ein Freizeitprogramm, stärken das soziale Verhalten der zu Betreuenden und unterstützen bei der schulischen oder beruflichen Integration. Heilerziehungspfleger assistieren zudem bei der Nahrungsaufnahme, beim An- und Auskleiden, bei der Körperhygiene und Medikamentenversorgung. Bereits seit 25 Jahren bietet die Berufsbildende Schule Sozialwesen, Gesundheit und Hauswirtschaft in Ludwigshafen am Rhein diesen Bildungsgang an.

Dabei spielt die Zusammenarbeit zwischen Schule und ausbildenden Einrichtungen, wie beispielsweise der Lebenshilfe, eine zentrale Rolle. Von der pädagogischen Arbeit der Schule konnten sich nun die Anleiterinnen und Anleiter der Ausbildungseinrichtungen überzeugen und Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch nutzen. Darüber hinaus diente das Treffen dem fachlichen Dialog, so Thomas Klein, Abteilungsleiter.

Die Schülerinnen (und Schüler) der Fachschulen führten selbstständig durch den Vormittag und das Programm. Die Klassenleitung Jacqueline Liebe konnte in einer kurzweiligen Präsentation auf die Aktionen der Klasse aufmerksam machen. Sie stellte die Wichtigkeit des Berufs im Zusammenhang mit der gewünschten Inklusion von Menschen mit Behinderung heraus. „In engem Kontakt zwischen Praxislehrern, Anleitern und Schülern sollen Unterricht und praktisches Arbeiten koordiniert werden“, so Liebe bei dem Treffen im Januar.

Um der Notwendigkeit von Professionalität gerade in diesem schwierigen sozialen Umfeld gerecht zu werden, hat die Schule Biographie- und Lernportfolios initiiert. Mithilfe der Portfolios soll die persönliche Entwicklung der Schüler in den Mittelpunkt gerückt werden, stellte Henrike Horst-Schneickert, Referendarin, die Ziele des Konzepts, vor. Dazu haben einige Schüler Teilbereiche aus dem Bericht veranschaulicht.

Ein weiterer thematischer Schwerpunkt war die Einführung eines Pflegekatalogs durch die Lehrerinnen Frau Moch, Frau Imo und Frau Henß. In dem Katalog ist aufgeführt, welche Pflegetätigkeiten die Schüler kennenlernen und praktisch durchführen sollen. Sofern in der Einrichtung der Behindertenhilfe, in der das Praktikum geleistet wird, nur zu einem geringen Anteil Pflegetätigkeiten anfallen, soll der Einsatz in einer anderen Einrichtung mit pflegerischen Schwerpunkten erfolgen, erläuterte Moch.

„Der Katalog soll aufzeigen, welche pflegerischen Tätigkeiten lediglich theoretisch behandelt wurden, aber nicht praktisch umgesetzt werden konnten. So können individuelle Defizite ausgemacht und ausgeglichen werden.“ so Imo.  Außerdem dient die Übersicht der Qualitätskontrolle der Ausbildung. Diese neue Verzahnung von Praxisstellen und Schule wurde von den Ausbildern mit großem Interesse aufgenommen, so Thomas Klein abschließend, der allen Beteiligten herzlich dankte.

Henrike Horst-Schneickert
Referendarin an der BBS SGH

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Zeugnisübergabefeier 2016

Voneinander profitieren

Ein gemeinsames Projekt von Heilerziehungspflegern (Hep13) und Schülern des Berufsvorbereitungsjahres (BVJd)

Die BBS SGH Ludwigshafen vereint viele verschiedene Bildungsgänge, so auch die Heilerziehungspflege (HEP) und das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ). In diesem Jahr haben sich die Jahrgänge „Hep13“ und „BVJd“ dazu entschieden, am 23.06.2016 ein gemeinsames Kochprojekt durchzuführen. Die Idee dahinter ist es, gemeinsam durch individuelle Kompetenzen voneinander zu profitieren. So sind die Schüler der BVJ-Klasse Experten in den Bereichen Hygiene, sowie Arbeitsplatzaufbau und -gestaltung. Dies alles sind Bereiche, welche für die Arbeit im Hep-Bereich von enormer Bedeutung sind. Die Heilerziehungspfleger hingegen sind Experten für die Bereiche Kommunikation, Pädagogik und soziale Interaktionen. So ist ein gemeinsames Kennenlernen und Arbeiten, für beide Seiten sinnvoll und fördernd.

Die Schüler der Klasse „Hep13“ haben sich hierbei vorab um die Organisation gekümmert und sich in verschiedene Gruppen, wie „Vorspeise“, „Hauptspeise“, „Nachspeise“ und „Dekoration“ aufgeteilt. Anschließend wurden Ideen gesammelt, Gerichte und Rezepte herausgesucht und mit der Klasse der „BVJd“ besprochen. Eine Einkaufsliste wurde erstellt und Frau Kuppets, die Lehrkraft der Klasse, erklärte sich bereit, alle Einkäufe für die Aktion zu tätigen.
Nach einer gemeinsamen Begrüßungs- und Vorstellungsrunde zu Beginn, haben sich die Schüler, je nach Interessen, den Gruppen zugeordnet und sind direkt um 8:30 Uhr an die Arbeitsplätze gegangen.

Herr Weinmann besucht Schüler der Heilerziehungspflege

Am 03.03.2016 informierte der Behindertenbeauftrage der Stadt Ludwigshafen, Herr Weinmann, die SchülerInnen der Klassen HEP 13 und HEP 15 über seine Aufgaben und Tätigkeitsfelder.
Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortete er Fragen der FachschülerInnen zu behindertengerechten Maßnahmen der Stadt Ludwigshafen und die Umsetzung neuerer Konzepte im Bereich der Inklusion. Die SchülerInnen erarbeiten zurzeit ein Projekt zum Thema ‚behindertengerechtes Ludwigshafen‘ und erhielten durch den Vortrag von Herrn Weinmann und die anschließende lebendige und anregende Diskussion neue Kenntnisse, Perspektiven und Impulse, die einen aktuellen Praxisbezug herstellen und eine konstruktive Arbeit an dem Projekt fördern.

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25 Jahre Fachschule für Heilerziehungspflege an der BBS SGH

Fachschule sorgt für qualifiziertes Personal in Einrichtungen der Behindertenhilfe


Im Schuljahr 2015-16 existiert die Fachschule für Heilerziehungspflege in Teilzeitform an der BBS Sozialwesen, Gesundheit und Hauswirtschaft 25 Jahre. Als die Fachschule 1990 an der damaligen BBS Hauswirtschaft und Sozialpädagogik eingerichtet wurde, konnten die damals Verantwortlichen nicht ahnen, dass dieser Spartenbildungsgang im Bereich des Sozialwesens ein Erfolgsmodell an der Schule sein würde. Heute gehört diese Fachschule zu einem wesentlichen Baustein der Schule und sie ist aus dem Bildungsgangportfolio der Schule nicht mehr wegzudenken, weil sie im Rahmen der Erwachsenenbildung nicht nur für die Stadt Ludwigshafen, für den Rhein-Pfalz-Kreis, für die Vorderpfalz und auch für große Teile der Pfalz qualifiziertes Personal für die sozialen Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und für sozial Benachteiligte ausbildet.

Die Fachschüler in der Heilerziehungspflege lernen an zwei Tagen in der Woche in ihrer Fachschule nicht nur aus unterschiedlichen Perspektiven der Heilerziehungspflege zu handeln, d.h. Erzieher, Lebensbegleiter, Assistent oder Berater zu sein. Sie lernen auch, das eigene berufliche Handeln zu reflektieren und Beziehungen zu Einzelnen und zur Gruppe wertschätzend aufzubauen, empathisch und kongruent zu gestalten sowie Sicherheit und Verlässlichkeit zu vermitteln. Damit ermöglichen sie eine Selbstbestimmung des Menschen mit Beeinträchtigung, sie schaffen notwendige Beziehungen zu den Menschen, damit sie diese in den Einrichtungen individuell begleiten und fördern können. Die Fachschüler lernen in der Fachschule, Benachteiligte und Beeinträchtigte zur Selbständigkeit zu erziehen und zum selbständigen Handeln anzuregen. Sie ermöglichen in ihrem verantwortlichen heil- und sozialpädagogischen Tun in ihren Einrichtungen die Teilhabe der Menschen mit Beeinträchtigungen an einer komplexen Gesellschaft. Auf dieser Grundlage lernen die Fachschüler die Biografie und die Persönlichkeit des Menschen mit Beeinträchtigung im Rahmen ihres beruflichen Handelns zu beachten. Da die Fachschüler an drei Tagen in der Woche in ihren Einrichtungen ihre verantwortungsvolle sozialpädagogische Arbeit leisten, besteht für sie nicht nur die Möglichkeit, Praxis und Theorie zu verbinden, sondern bereits in der Fachausbildung nachhaltige berufsbezogene Erfahrungen zu sammeln.

Die 25-Jahr-Feier will die Fachschule Heilerziehungspflege gemeinsam mit der Fachschule Sozialpädagogik (Erzieher) in Teilzeitform erst im Herbst 2016 feierlich begehen. Deshalb planen Vertreter der HEP-Klassen (Klassensprecher) in Absprache mit dem Abteilungsleiter Thomas Klein und dem Schulleiter Detlef Krammes zunächst nur eine Festschrift, in der frühere Absolventen, gegenwärtige Fachschüler, Einrichtungen, Vertreter der Kirchen, Politiker der Region, der Behindertenbeauftragte der Stadt Ludwigshafen, usw. die Leistungen der Fachschule für Heilerziehungspflege in der Region aus ihrem jeweiligen Blickfeld würdigen. Die regionale Presse soll ebenfalls gebeten werden, ihr Archiv zu 25 Jahren der Fachschule Heilerziehungspflege in Ludwigshafen zu öffnen, damit historische Presseartikel ggf. Eingang in die Festschrift der Fachschule und/oder in die geplante Jahreschronik 2016 der BBS SGH finden können. Der Förderverein der BBS SGH, unter der Leitung von Christoph Heller und Klaus Schneider (Ortsvorsteher der beiden Schulstandorte der BBS SGH), wird seinerseits den geplanten Festakt in der Hochfeldschule, die anstehende Feier und die geplante Festschrift für diesen Bildungsgang nachhaltig unterstützen. Bei der nächsten Mitgliederversammlung erfolgen dazu die entsprechenden Absprachen.

Die Heilerziehungspfleger, die auch mit anderen Fachdiensten, mit Fachkräften aus dem Bereich der Pflege, Therapie und Freizeitpädagogik kooperieren müssen, lernen auch mit diesem von der Schulleitung genehmigten Festschriftprojekt zur Fachschule Heilerziehungspflege, wie sie die Kontakte zu Medien, internen und externen Instanzen, zu Verwaltungen und anderen Einrichtungen (Kindergärten, Arztpraxen, Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt, Kirchen) kommunizieren und kooperieren können. Dadurch wirken sie erstmals an einer Maßnahme im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Schule mit und erwerben zusätzliche Kompetenzen in Bezug auf externe Kommunikation.

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07.04.2016 Inklusiver Begegnungstag an der BBS SGH

Schüler des beruflichen Gymnasiums und der Heilerziehungspflege gestalten einen Tag der Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.

Zu dem Bericht und den Bildern.

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Unterricht auf dem Kleinsägmühlerhof

Einen Unterrichtsgang zum Kleinsägmühlerhof, einem ökologischen Bauernhof der Lebenshilfe Bad Dürkheim, hat die Heilerziehungspflegeklasse der Jahrgangsstufe 14 (HEP 14) unserer Berufsbildenden Schule am 21. Juli 2015 unternommen.

Auf dem Bauernhof arbeitet eine Gruppe von geistig beeinträchtigten Menschen zusammen mit ihren Betreuern in verschiedenen Bereichen, zum Beispiel in landwirtschaftlichen Arbeitsbereichen, in der Bäckerei, in der Molkerei und auch in hauswirtschaftlichen Arbeitsfeldern. Außerdem bieten sie in einem hauseigenen Hofladen selbst hergestellte Produkte, wie Eier, Milch und andere Milchprodukte, Obst, Gemüse, Kartoffeln und vieles mehr an. Zusätzlich beliefert der Kleinsägmühlerhof die Gastronomiebetriebe der Region mit ihren ökologischen Produkten.

Zurzeit arbeiten fünfzehn Personen mit geistiger Beeinträchtigung gemeinsam mit vierzig Betreuern in dieser Einrichtung. Zu ihren Aufgaben gehören die Versorgung und Pflege der Tiere, wozu auch das Ausmisten der Ställe zählt.

Der Bauernhof bietet eine Trainingswohnung für die fünfzehn Beeinträchtigten, deren Selbstständigkeit und Persönlichkeitsentwicklung in der Arbeit auf dem Bauernhof gefördert wird.

Vor etwa zwei Jahren konnte mit Hilfe von Spenden eine Grillhütte gebaut werden, die für Feste und schöne Stunden mehr Platz bietet.

Auf dem Bauernhof gibt es Platz für Milchkühe, Rinder, Kälber, Esel und Schweine und am Tag werden ca. 240 Liter Milch und knapp 1000 Eier selbst produziert.

Die HEP 14 hat mit diesem Besuch einen ausgiebigen und interessanten Einblick in die ökologische Landwirtschaft bekommen, sie hat kennen gelernt, wie das Arbeiten und Wohnen auf dem Bauernhof ist, was für verschiedene Aufgaben in den unterschiedlichen Bereichen anstehen und dass die Arbeit für Menschen mit Beeinträchtigung besonderswertvoll und verantwortungsvoll ist.

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