Heilerziehungspflege erleben – ein Weihnachtsbasar mit Herz, Engagement und Teamarbeit

Die angehenden Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger stellten sich und ihre wichtige Arbeit mit Menschen mit Behinderung im Rahmen eines stimmungsvollen Weihnachtsbasars am 16.12.2025 vor. Das Foyer der Schule war liebevoll weihnachtlich geschmückt und lud die gesamte Schulgemeinschaft zum Verweilen ein.

Bei Punsch, Plätzchen und musikalischer Begleitung kam schnell eine festliche Atmosphäre auf. Die Plätzchen wurden von einem Wohnheim der Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt gebacken und trugen in besonderer Weise zum Gelingen des Nachmittags bei. Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Gäste nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und gemeinsam die Vorweihnachtszeit zu genießen.

Ein besonderer Beitrag kam von der Tagesförderstätte für psychisch kranke Menschen, die mit viel Kreativität und Engagement verschiedene Produkte hergestellt hatte. Angeboten wurden unter anderem Zapfen als Anzünder, Haar-Crunchies, Beutel und viele weitere liebevoll gestaltete Kleinigkeiten. Diese konnten gegen eine kleine Spende erworben werden und machten deutlich, wie wertvoll sinnstiftende Arbeit, Teilhabe und kreative Beschäftigung sind.

Der Weihnachtsbasar wurde zudem genutzt, um die Schulgemeinschaft über den Ausbildungsberuf der Heilerziehungspflege zu informieren. Viele Besucherinnen und Besucher zeigten großes Interesse an der vielseitigen, verantwortungsvollen und menschlich bereichernden Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Außerdem wurde darauf aufmerksam gemacht, dass die Schule ab dem neuen Schuljahr die 3BF Sozialwesen anbietet und damit neue Bildungswege eröffnet.

Ein weiterer kreativer Höhepunkt war eine Pinnwand mit Neujahrswünschen, die gemeinsam gestaltet wurde. Dort fanden sich Hoffnungen und Wünsche wie Gesundheit, gute Noten, schöne Reisen, finanzielle Sicherheit und ein friedvolles Zusammenleben. Die Pinnwand wurde zu einem sichtbaren Zeichen von Gemeinschaft, Zuversicht und gegenseitiger Wertschätzung.

Der Erlös des Weihnachtsbasars wird an beide beteiligten Einrichtungen gespendet und zu einem späteren Zeitpunkt feierlich übergeben. Damit wird das gemeinsame Engagement nachhaltig unterstützt und ein klares Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt gesetzt.

Besonders hervorzuheben ist auch die Planung und Organisation des Weihnachtsbasars: Die Klasse arbeitete dabei mit der agilen Arbeitsmethode Scrum. Diese Methode war den Auszubildenden bereits bekannt und konnte im Rahmen des Projekts praxisnah angewendet und vertieft werden. Durch klare Rollen, gemeinsame Planung und regelmäßige Absprachen gelang es, das Projekt strukturiert, eigenverantwortlich und erfolgreich umzusetzen – eine Kompetenz, die auch im späteren Berufsalltag von großer Bedeutung ist.
Die Lehrkräfte lobten ausdrücklich das Engagement der Auszubildenden, die den Weihnachtsbasar mit viel Einsatz, Organisationstalent, Teamgeist und Herzblut geplant und durchgeführt hatten.

Am Ende waren sich alle einig:
Der Weihnachtsbasar war eine rundum gelungene Aktion, die nicht nur auf den Beruf der Heilerziehungspflege aufmerksam machte, sondern auch Gemeinschaft, Kreativität, professionelle Arbeitsweisen und ein wertschätzendes Miteinander in den Mittelpunkt stellte. 

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Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen

Aktion der Klasse HEP 23 (Fachschule für Heilerziehungspflege)

Am 3. Dezember 2025, dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen und jährlich stattfindenden Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, gestaltete die Klasse HEP 23 im Foyer der Schule eine eindrucksvolle Präsentation. Auf Stellwänden informierten die Schülerinnen und Schüler über die Bedeutung dieses Tages und stellten ihre vielfältigen Tätigkeiten in den Einrichtungen der Behindertenhilfe vor.

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler anderer Bildungsgänge, Lehrkräfte sowie Mitarbeitende nutzten die Gelegenheit, sich an den Plakaten und im Gespräch mit den angehenden Heilerziehungspflegern und -pflegerinnen zu informieren. Dabei erhielten sie wertvolle Einblicke in die Arbeit und Förderung von Menschen mit Beeinträchtigungen.

Die Intention des Aktionstages – das Bewusstsein für die Rechte, Chancen und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu stärken – wurde durch das Engagement der Klasse HEP 23 hervorragend eingelöst. Mit ihrer Initiative trugen die Schülerinnen dazu bei, Verständnis und Wertschätzung für die Arbeit in der Behindertenhilfe zu fördern, die Bedeutung inklusiver Gesellschaften sichtbar zu machen und ein Interesse an der Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger/-in zu wecken.

Thomas Klein

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„Agil für die Seele“

Schülerinnen und Schüler des 2. Jahrgangs Heilerziehungspflege haben mit der agilen Arbeitsmethode Scrum ein einzigartiges Projekt auf die Beine gestellt

Frau Liebe stellte die Aufgabe einen Raum der Begegnung zum Thema „Psychische Gesundheit und Krankheit“ zu gestalten. Dabei nutzten die einzelnen Projektteams das agile Projektmanagement: Scrum. Scrum, ein strukturiertes Rahmenwerk, das ursprünglich aus der Softwareentwicklung stammt, fördert in besonderem Maße das selbstständige Arbeiten im Team. Zudem zielt der gesamte Prozess auf schnelle Anpassungsfähigkeit und kontinuierliche Verbesserung. Für die Schülerinnen und Schüler war es eine spannende Herausforderung, diese Methode auf die Gestaltung eines Raumes anzuwenden, der sowohl die Bedeutung psychischer Gesundheit als auch den Umgang mit psychischen Erkrankungen thematisieren sollte.

„Es war nicht einfach, mit der agilen Methode zu arbeiten und dann noch diesen Raum zu gestalten, aber der Prozess war unglaublich lehrreich. Wir wurden von Frau Liebe ins kalte Wasser geschubst.“, so ein Schüler. Die Teams organisierten sich eigenständig, besprachen Ideen und führten die Planung des Projekts in mehreren sogenannten Sprints, kurze aufeinanderfolgende Arbeitszyklen, durch. Der Raum sollte nicht nur ein visuelles Konzept bieten, sondern auch eine Atmosphäre schaffen, die zum Erleben, Nachempfinden, Reflexion und Austausch über die wichtigen einzelnen Aspekte von psychischer Gesundheit und Krankheit anregt. Die verschiedenen Bildungsgänge der BBS Anna Freud konnten sich über das Thema austauschen. 

Am Tag der Präsentation war der Raum fertiggestellt – und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Lehrkräfte und Lernende aus den verschiedenen Bildungsgängen der BBS Anna Freud waren begeistert von der Arbeit und dem Engagement der Ausstellenden. Die verschiedenen Mit-Mach-Stationen und die vielen kreativen Ideen regten zu intensiven Gesprächen und einem lebhaften Austausch an. Ein toller Tag.

„Ich bin sehr stolz auf die Klasse“, sagte die Klassenlehrerin Frau Liebe. „Es ist beeindruckend, wie gut die Schülerinnen und Schüler den Auftrag gemeistert und ihre Themen eindrucksvoll präsentiert haben. Sie haben nicht nur viel über das Thema psychische Gesundheit gelernt, sondern auch gezeigt, wie wichtig es ist, als Team an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten.“ 

Das Projekt hat nicht nur den Raum für psychische Gesundheit und Krankheit geschaffen, sondern auch einen Raum der Begegnung und des Austausches über brisante Themen innerhalb der Schulgemeinschaft. Das Projekt war ein voller Erfolg und ein starkes Zeichen für die Fähigkeiten und das Engagement der Heilerziehungspflege-Schülerinnen und -Schüler.

HEP 23 und J. Liebe

Hier ist die große Auswahl an “sensory stories” zu sehen. Diese enthalten Medien, die die unterschiedlichen Sinne ansprechen, wie Duftöle, Bilder und Federn, die thematisch zu der jeweiligen Geschichte passen. In der Schule werden diese Geschichten vorgestellt, wobei an den passenden Stellen die entsprechenden Gegenstände herumgegeben oder die Schüler damit berührt werden. 

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Expertenvortrag von Dr. phil. Sebastian Ritzi in der Fachschule für Heilerziehungspflege

Ludwigshafen, 11.06.2024

Am 04.06.2024 besuchte Dr. phil. Sebastian Ritzi vom Institut für Gerontologie (IfG) der Universität Heidelberg die Heilerziehungspflegeklassen der Jahrgänge 22 und 23. Sein Expertenvortrag handelte von dem Thema „Menschen mit (geistiger) Behinderung im Alter“. Hierbei lag der Fokus auf ausgewählten Aspekten mit Blick auf die Anforderungen an eine ethische und fachlich fundierte Pflege und Betreuung. Besonders interessant fanden wir das Phänomen „Alter(n)“ und dessen multidimensionale Betrachtungsweise – vor allem die Betrachtung von Vulnerabilität und Ressourcen.

Der Vortrag war eine ideale Ergänzung zu unserem Unterricht. Hier konnten wir viele neue Erkenntnisse gewinnen, wie zum Beispiel die „Edinburgh Principles“ – sieben Prinzipien, welche im Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigung im Alter von großer Bedeutung sind: Personen - zentrierter Ansatz zur Lebensqualität, Bedeutung des wohnlichen Umfelds und sozialer Einbettung und Berücksichtigung der Bedarfe in der Gesundheitsplanung sind drei Beispiele für die „Edinburgh Principles“.

Was ebenso neu für uns war, ist der Grundgedanke, nicht von „herausforderndem“, sondern vom „aufforderndem“ Verhalten zu sprechen. Die Bezeichnung „aufforderndes“ Verhalten zeigt die Bedürfnisse einer Person nicht zwingend durch die verbale Verständigung, sondern viel mehr durch ihr Verhalten. Durch die Aufforderung im Verhalten lässt sich pädagogisch ein unentdecktes Bedürfnis / eine Botschaft erkennen. Die wünschenswerte Entwicklung von der Vulnerabilitäts-Perspektive hin zu einer ressourcenorientierten Perspektive wurde durch den Vortrag deutlich.

Wir fanden den Vortrag sehr interessant, aufschlussreich und gehen mit einer aufmerksameren Sichtweise an unsere Arbeit als HeilerziehungspflegerInnen.  

Carolin, Marc, Ashlynn, Davina (Hep23)

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Besuch bei den Körperwelten in Heidelberg mit dem Thema

GLÜCK

Am 12.6.2024 trafen wir, die Klasse FS HEP23 und Frau Rapp, uns um 9:30 Uhr an einem sonnigen Morgen vor den Körperwelten in Heidelberg. Da das Thema der Ausstellung das Thema Glück ist, wurde uns die Aufgabe gegeben, ungefähr 45 Minuten lang vor dem Besuch der Ausstellung Menschen ein Stück Glück zu schenken. Nicole hat daher zum Beispiel den Kassiererinnen von Aldi einen Rosenstrauß geschenkt. Eva brachte allen vom Bäcker etwas mit. Inci machte einer älteren Dame ein Kompliment. Davina hatte Zuhause etwas kleines Süßes mit einem schönen Spruch vorbereitet und schenkte es dem Kellner. Eva half Touristen dabei ein Gruppenfoto zu machen, Nicole verteilte Parfüm. Luca brachte jedem Mitfahrer ein Getränk mit. Somit hatten wir unsere erste Aufgabe erfüllt. Es hat jedem Spaß gemacht. Wir hatten uns alle gut dabei gefühlt.

In der Ausstellung ging es dann weiter mit dem Glück. Es gibt dort einen großen Monitor mit Alterserkennung, der, wenn man davor steht das biologische Alter bestimmt. Wenn man lächelte, machte der Computer einen gleichmal 10 Jahre jünger ergo glücklicher. Auch die Stresskugel zeigt einem deutlich, dass es wichtig ist, sich hin und wieder eine Pause zu gönnen. Wie hatten auch die Gelegenheit, auf einer Wand unsere Ziele, die wir noch vor unserem Tod erreichen wollen, aufzuschreiben. Das macht einem bewusst, dass das Leben noch mehr zu bieten hat außer Arbeit, nämlich Familie, Freunde, Hobbys - also Dinge, die uns glücklich machen sollen. In jeder Ecke gab es Infos über das Glück und wie wir es nutzen können.

Natürlich gab es auch viel Interessantes zu sehen wie die Raucherlunge, den   Herzinfarkt, das zentrale Nervensystem und wie alles im Körper zusammenhängt. Inci fand die verschiedenen Stadien der Embryos interessant. Laura ist durch das fliegende Schwein zur Vegetarierin geworden. Alle fanden die Ausstellung sehr gut. Vor allem die interaktiven Übungen waren nicht schlecht.

Anschließend haben wir im Urban Kitchen den Tag reflektiert beim leckeren Essen und Trinken. Dabei fiel uns auf, dass die Ausstellung leider nicht oder sehr wenig barrierefrei ist. Für Rollstuhlfahrer ist dieser Ort der Ausstellung nicht wirklich geeignet. Zu enge Türen, schmale Gänge, viele Exponate können vom Rollstuhl aus nicht gesehen werden. Es gibt auch keine Blindenschrift und keine Gebärdensprache. Im Großen und Ganzen war es ein sehr schöner Tag, der mit ganz viel Glück gefüllt war.

Ein Bericht geschrieben von Inci und Nicole, Schülerinnen der FS HEP 23

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LEBENSHILFE fördert Auslandspraktikum in Irland

Magazin Total Normal - Gemeinsam Besonders Sein! Ausgabe 01/2024, Seite 23

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